Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Juni 2026


Martina Bogdahn, Mirabellentage, Kiepenheuer & Witsch, 2026

 

Pfarrhaushälterin Anna verliert überraschend ihren Pfarrer, Jugendfreund Josef, und muss eine Beerdigung organisieren, dem „Neuen“ den Weg in die Gemeinde ebnen und vor allem Josefs letzten Wunsch erfüllen. Heiter erzähltes Dorfleben mit einigen Überraschungen.

 

Till Raether, Meeresdunkel, Rowohlt Polaris, 2026

 

Zwei Familien treffen in einer ebenso abgelegenen wie  abgeranzten Finca auf Mallorca aufeinander. Während die Kinder sofort gut miteinander auskommen, schwelen die Erwachsenen-Konflikte weiter und eskalieren in einer Sturmnacht. Fesselnder Thriller mit einigen unerwarteten Wendungen.

 

Jasmin Schreiber, Da, wo ich dich sehen kann, Eichborn, 2025

 

Die neunjährige Maja verliert ihre Mutter durch Femizid und muss wie ihre Großeltern damit zu leben lernen, dass ihr Vater seine Frau getötet hat. Der Roman behandelt das schwierige „Danach“ vorwiegend aus der Sicht von Liv, Patentante und beste Freundin der Ermordeten.

 

John Grisham, Bestechung, Heyne, 2022

 

Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall richterlichen Fehlverhaltens konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Eine Richterin soll über viele Jahre hinweg Bestechungsgelder in schier unglaublicher Höhe angenommen haben. Lacy Stoltz will dem ein Ende setzen und nimmt die Ermittlungen auf. Eins wird schnell klar: Dieser Fall ist hochgefährlich.

 

Richard Russo, Jenseits der Erwartungen, DuMont, 2021

 

An einem Spätsommertag auf Martha’s Vineyard treffen sie sich wieder: Lincoln, Teddy und Mickey. Die drei Männer planen, das Wochenende in einem Ferienhaus auf der Insel zu verbringen – um der alten Zeiten willen. Richard Russo erzählt von drei Menschen, die sich fremd geworden sind, und vom Umgang mit der Unsicherheit, ob die eigenen Lebensentscheidungen die richtigen waren. Wie nebenbei ergibt sich daraus das Porträt eines Landes, das sich selbst nicht mehr ganz versteht.

 

Graham Norton, Ein irischer Dorfpolizist, Rowohlt, 2018

 

Im verschlafenen Kaff Duneen werden bei Schachtarbeiten menschliche Überreste gefunden. Im Dorf ahnen alle gleich, wessen Knochen das sein müssen: Tommy Burke, verschwunden vor zwanzig Jahren, genau an dem Tag, an dem sich seine Verlobte und seine Geliebte auf dem Marktplatz prügelten. Der Dorfpolizist PJ geht daran, die Frauen zu befragen – beide immer noch unglücklich und ungeliebt. Der aus Cork angereiste Kriminalkommissar hält den Dorfsheriff für eine Niete. Doch er irrt sich.

 

Helene Bukowski, Wer möchte nicht im Leben bleiben, Claassen, 2026

 

Beschreibt die Freuden und die Zerrissenheit einer jungen Künstlerin und den Drill des staatlichen Fördersystems der DDR. Christina besucht die Spezialschule für Musik in Berlin und am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau. Kurz nach ihrer Rückkehr nimmt sie sich das Leben. Eindringlich erzählt.

 

Simone de Beauvoir, Die Unzertrennlichen, Rowohlt Taschenbuch, 2023

 

Das Manuskript schrieb Simone de Beauvoir schon im Jahr 1954, aber Sartre fand es zu intim, um es zu veröffentlichen. Simones Stieftochter hat es dann doch erlaubt und es 2020 posthum veröffentlicht. Es ist die Geschichte von Simone und Zaza, zwei Freundinnen, die sich in der Schule kennenlernten. Im Buch sind es Sylvie (Simone) und Andrée (Zaza). Für Sylvie bedeutet Zaza alles im Leben. Beide möchten sich absetzen von der Gesellschaft, in der sie leben, vor allem von den Erwartungen, die die Familien an sie haben. Das Buch ist eine Liebeserklärung von Simone an Zaza, die leider sehr jung gestorben ist. Ein wunderschön geschriebenes Buch mit einem Vorwort von Simone der Beauvoirs Stieftochter und vielen schönen Bildern.

 

Norbert Gstrein, Im ersten Licht, Hanser, 2026

 

Im Zentrum steht ein Mann namens Adrian Reiter, der von seinem Vater verstümmelt wird und deshalb die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts nicht auf dem Schlachtfeld erlebt. Der erste Teil des Buches spielt um 1920 und dreht sich um Kriegsversehrte, die sich in einer Villa nahe Salzburg versammeln, der zweite um einen Schüler Reiters, der sich in der 1930er und 1940er Jahren zum Militaristen, später jedoch zum Kriegsgegner entwickelt, der abschließende dritte Teil schließlich erzählt eine sonderbare Liebesgeschichte zwischen Reiter und einer Engländerin.

 

Andreas Eschbach, Ins fahle Herz des Sommers, Lübbe, 2026

 

Fausto lebt in der nahen Zukunft, in einem verlassenen Dorf im Süden, wo es unerträglich heiß ist. Mit einigen Nachbarn bemüht er sich zu überleben. Er hat es nicht in den „Norden“ geschafft, weil er es sich nicht leisten konnte. Dann taucht eine schöne junge Frau auf, der die Hitze scheinbar nichts ausmacht. Was ist ihr Geheimnis?

 

Helena Falke, Noch fünf Tage, Suhrkamp, 2026

 

Die Spitzenköchin Lis arbeitet in einem Londoner Sternerestaurant, als ihr ein Schweizer Milliardär das Angebot macht, für ihn und seine Familie in Davos exklusiv zu kochen. Sie nimmt das einmalige Angebot an, da sie sich nun mehr um ihre Tochter kümmern kann. Bei einem Silvesterdinner, das sie gekocht hat, wird die ganze Familie, inklusive Liz, vergiftet. Nun ist sie auch ein Opfer und die einzige Zeugin. Vom Krankenhaus aus versucht sie herauszufinden, wer sie vergiftet hat. Fünf Tage hat sie noch zu leben, dann hat das Gift sein Ziel erreicht. Ein super Sommerthriller!


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Mai 2026


Leїla Slimani, Trag das Feuer weiter, Luchterhand, 2026

 

Dieser Band ist der dritte Teil einer Trilogie über die Geschichte einer französisch-marokkanischen Familie und fokussiert sich auf die Generation der 1980er bis 2000er Jahre, insbesondere auf die Protagonistin Mia (die autobiografische Züge von Slimani trägt) und behandelt Themen wie Homosexualität, staatliche Willkür und die Rückkehr zu den Wurzeln.

 

Lukas Rietzschel, Sanditz, dtv, 2026

 

Sanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler, Orgelbauer, Fliesensammler, Lokaljournalistinnen, selbsternannte Widerständler, Träumerinnen, Frührentner, Kinder, Liebespaare, verhuschte Archivare und die Familie Wenzel.

Warmherzig und multiperspektivisch verwebt Lukas Rietzschel die Erzählung der Familie und der Sanditzer Stadtbewohner zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart, vom Besetzen der örtlichen Stasi-Zentrale bis zum Kampf eines Freiwilligen in der Ukraine, vom Abrackern auf westdeutschen Baustellen bis zum isolierten Inseldasein während der Corona-Epidemie.

Ein Roman über Aufbruch und Niedergang, Gelingen und Scheitern des Aufruhrs, Freundschaft und Familie in umwälzenden Zeiten, über den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit.

 

Iris Wolff, Halber Stein, Klett-Cotta, 2026

 

Der Roman spielt in Siebenbürgen. Iris Wolff verbrachte ihre Kindheit dort.

Hauptfigur in diesem Roman ist Sine. Sie hat ihr Studium beendet und weiß noch nicht, was sie machen möchte. Als ihre Großmutter Agneta stirbt, reist sie mit ihrem Vater nach Siebenbürgen zur Beerdigung. Sine war dort lange nicht mehr. Sie genießt es, das Haus mit seinen vielen Zimmern und den schönen Garten wiederzusehen. Sie trifft ihren Jugendfreund Julian. Zusammen machen sie Wanderungen und besuchen Hermannstadt. Die Geschichte vermittelt dem Leser viel über die Kultur in Siebenbürgen und den Menschen, die dort leben. Ein schönes, ruhiges Buch.

 

Robert Seethaler, Die Straße, Classen, 2026

Scheinbar zufällig werden geheime Gedanken von unterschiedlichen Bewohnern der Straße erzählt. Die Träume, Geheimnisse und die Wut der Bewohner kommen hier zutage und bilden ein Mosaik der Lebensgeschichten.

 

Hans-Gerd, Raeth, Wir Freitagsmänner, dtv, 2026

 

Henri, ein Mann in den Fünfzigern, also in den besten Jahren, steht hier stellvertretend für Männer in der zweiten Lebenshälfte, also dem „Freitag“ des Lebens. Nach seiner Scheidung kämpft er mit dem Alter, er fühlt sich noch jung und sucht eine neue, junge Partnerin und vielleicht auch noch einen neuen Job. Mit Witz und Humor findet ein Mann hier Einblick in diese neue Lebensphase.

 

Thommie Bayer, Gern gesehene Gäste, Piper, 2026

 

Matteo, ein junger Zimmermann, der gerne alleine arbeitet, renoviert ein französisches Bauernhaus und begegnet dort dem Schriftstellerehepaar Eric und Keira. Die drei finden sich sofort sympathisch, das Paar ist locker und ungezwungen, und Matteo fühlt sich schnell zugehörig zur Familie. Aber bald bemerkt er Dinge, die das Paar in ein anderes Licht rücken.

 

Thomas Hettche, Liebe, Kiepenheuer&Witsch, 2026

 

In seinem neuen Roman denkt der Autor über das Phänomen der Liebe im reifen Alter nach. Es ist kein philosophisches Buch, sondern erzählt von Begehren, von Sex und von der Sehnsucht. Er zitiert den Dichter Hölderlin und ein bestimmtes Liebesgedicht, das ihm vielbedeutet. Der über 60jährige Max, der Glasaugen herstellt, verliebt sich an der Ostsee in Anna, die verheiratet ist. Trotzdem fühlt das Paar eine magische Verbindung.

 

Christopher Clark, Gefangene der Zeit, 2022

 

Was hat der Brexit mit Bismarck zu tun? Was verbindet die antike Alexanderschlacht bei Issus mit der Schlacht gegen Napoleon bei Jena 1806? Was lehren uns Psychogramme aus dem Dritten Reich über Gehorsam und Courage? Und wie lässt sich Weltgeschichte schreiben, ohne dabei dem Eurozentrismus verhaftet zu bleiben? Christopher Clark, der mit seinen Büchern über Preußen und den Beginn des Ersten Weltkriegs Millionen Leser begeistert hat, beweist mit seinem neuen Band, wie vielfältig seine Interessen als Historiker sind. In insgesamt 13 ebenso klugen wie elegant geschriebenen Essays zeigt er, wie sehr historische Ereignisse und Taten, Vorstellungen von Macht und Herrschaft über die Zeiten hinweg fortwirken – bis heute. 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für April 2026


Nina Polak, Landleben, Mare Verlag 2025

 

Das Frauenpaar Esse und Rivka zieht es aus der Großstadt in ein Dorf am Meer, um ein neues Beziehungskapitel aufzuschlagen. Wie sie mit den Störfeuern von Anfeindungen, wuchernder Natur und Einmischung einer Ratgeberautorin umgehen, zeigt dieser Roman.

 

Nava Ebrahimi, Und Federn überall, Luchterhand, 2. Aufl. 2025

 

Der Geflügelschlachthof im Emsland von Firmenpatriarch Möllring ist der gemeinsame Nenner der 6 Hauptpersonen, die unterschiedlicher kaum sein können. Selten genug wird die Realität der Arbeitswelt zu einem Roman verarbeitet; in diesem scheut die Autorin mit iranischen Wurzeln sich nicht vor drastischen Darstellungen.

 

Elin Hildebrand, Der letzte Sommer in Nantucket, Atlantik Verlag, 2026

 

Nach 35 Jahren im Dienst steht Polizeichef Ed Kapenash kurz vor dem Ruhestand. Doch während er den Sommer in Ruhe ausklingen lassen will, trifft eine junge Frau voller Träume auf Nantucket ein: Coco beginnt als Assistentin der aufsehenerregenden Richardsons und erlebt einen Sommer voller Glanz, funkelnder Partys und unvergleichlichem Inselflair. Schnell freundet sie sich mit Kacy, Eds Tochter, an. Doch dann geht das Anwesen der Richardsons in Flammen auf – und Coco verschwindet spurlos. Während die High Society weiter die Champagnergläser hebt, blickt Ed ein letztes Mal hinter die Fassade von Nantucket.

 

Marie-Janine Calic, Balkan-Odyssee, 1933-1941, H.C. Beck, 2026

 

Der Theaterstar Tilla Durieux, die Schriftsteller Manès Sperber und Ernst Toller, der Dramatiker Franz Theodor Csokor, der Maler Richard Ziegler und viele andere - sie alle flohen vor Hitler nach Südosteuropa und fanden dort Unterschlupf. Doch diese erste Balkanroute ist heute so gut wie vergessen. Marie-Janine Calic ruft sie in Erinnerung und erzählt berührende Geschichten von Mut und Menschlichkeit, von Elend und Verrat, von Rettung und Untergang.

 

Guillaume Musso, Die fremde Frau, Piper, 2026

 

Côte d'Azur, 2023: Vor der Küste von Cannes treibt eine Jacht. An Bord wird die bewusstlose Oriana Di Pietro gefunden, Erbin einer berühmten Mailänder Familie. Sie wurde brutal angegriffen und stirbt an ihren Verletzungen. Wer hat sie getötet?

Vier Personen erzählen ihre Version der Geschichte: Adrien, Orianas Ehemann, ein attraktiver Jazzpianist; die undurchschaubare Adele, seine junge Geliebte; Justine, die örtliche Polizistin, und schließlich Oriana durch die erschütternde Erzählung der letzten Wochen ihres Lebens.

Niemand lügt. Aber jeder hat eine eigene Auffassung über die Wahrheit ...

 

John Irving, Königin Esther, Diogenes, 2025

 

Jimmy Winslow hat zwei Mütter. Honor, die ihn aufgezogen hat, schickt ihn als Studenten von New Hampshire nach Wien, wo er Vater werden soll. Das Wien der Sechzigerjahre ist ein Ort voller Geheimnisse und Versuchungen, und Jimmy springt kopfüber hinein und ist dabei immer auch auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter Esther Nacht. Was er erlebt, ist eine spektakuläre Achterbahnfahrt, wie sie nur das Leben in John Irvings Büchern schreiben kann – voller großer Gefühle, unglaublicher Wendungen und Figuren, die uns nicht mehr loslassen.

 

Kaleb Erdmann, Die Ausweichschule, Ullstein 2025

 

Über das Massaker an der Erfurter Gutenberg-Schule, das der autor als 11jähriger miterlebt hat.

 

Norbert Gstrein, Der zweite Jakob, Carl Hanser Verlag 2021

 

Was ist das Schlimmste, was du jemals getan hast, fragt seine Tochter einen berühmten Schauspieler und setzt damit die komplexen Erinnerungen an die Vergangenheit in Gang.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für März 2026


Sorj Chaladon, Der Tag davor, dtv 2019

 

Bergwerk-Katastrophe 1974 in Nordfrankreich. Über Bruderliebe, Schuld und Verdrängung.

 

Sally Smith, Der Tote in der Crown Row, Goldmann 2025

 

Mord im Temple-Bezirk London um 1900. Klug ausgedacht, amüsant.

 

Bodo Kirchhof, Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt, dtv 2026

 

Nach fünfzig Jahren Ehe reist Vigo ohne seine Frau nach Indien. Diese folgt ihm voller Wut und Zweifel. Als sie sich in einen Inder verliebt, steht ihre Ehe auf der Kippe.

 

Martina Bogdahn, Mühlensommer, Kiepenheuer&Witch Verlag, 23 €

 

Humorvolle Lektüre einer Jugend auf dem Bauernhof als Auftakt in den Sommer!

  

Annett Gröschner, Schwebene Lasten, C.H.Beck Verlag, 26 €

 

Die Lebensgeschichte einer Blumenbinderin, die später Kranführerin werden mußte. Ein beeindruckender Roman über eine Heldin aus dem Osten.

 

Mary Robert Rinehart, Die Villa am Meer, Kampa Verlag, 24 €

 

Typisch spannender Herremhaus-Roman nach englischer Manier, wie Gosford Park oder Downton Abbey!

 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Februar 2026


Stephan Schäfer, Jetzt gerade ist alles gut, Ullstein Verlag, 22 €

 

Stephan Schäfer ist 51 Jahre alt und lebt in Hamburg. Er ist auch der Autor des Buches „25 Sommer“, der in 2025 ein Riesenerfolg wurde! Er war jahrelang Chefredakteur der Zeitschriften „Brigitte“ und „Schöner Wohnen“.

 

In seinem Buch verarbeitet er eine lebensbedrohliche Erfahrung und betont, wie wichtig es ist, im Moment zu leben. Eigentlich wollte die Familie in den Urlaub verreisen, er fand sich aber im Krankenhaus wieder. Ganz plötzlich erkrankte er an einer seltenen Bakterieninfektion, die durch eine kleine Schnittwunde im Finger ausgelöst wurde, als er das Brot schnitt. Sein Finger wurde im Nu rot und dicker und schmerzte, der Rettungsdienst sprach von einer Überlebenschance von 50%, er müsse um sein Leben kämpfen.

Diese Nahtoterfahrung veränderte sein Leben. Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus sucht er nun nach besonderen Momenten, im Beruf und in der Familie und bei seinen Freunden und versucht sein Leben bewusster wahr zu nehmen. Seine Geschichten sind kein Heilsversprechen, aber machen Mut, sich Gedanken über das tägliche Leben zu machen und auch vermeintliche Nebensächlichkeiten wahrzunehmen. 

 

David Lodge, Wie bitte?, Blessing Verlag, 2009

 

Als Desmond Bates noch hören konnte, hatte er sich oft nach Stille gesehnt. Jetzt, da er taub wird, ist die Stille ohrenbetäubend. Wer nichts hört, wird überhört. Es ist, als würde ihn das Leben links liegenlassen – und auch noch lachen. David Lodge hat einen komischen und bewegenden Roman über die wichtigsten menschlichen Eigenschaften geschrieben. Das Sprechen und das Zuhören.

 

Elif Shafak, Am Himmel die Flüsse, Hanser Verlag, 2024

 

Narin ist neun, als in dem ezidischen Dorf am Tigris Planierraupen auftauchen. Ihre Heimat soll einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen. Die Großmutter, fest entschlossen, die Enkelin an einem ungestörten Ort taufen zu lassen, bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Kurz vor Aufbruch stößt Narin auf das Grab eines gewissen Arthur – direkt neben dem ihrer Ururgroßmutter Leila. Wer war dieser „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“, der Junge aus dem viktorianischen London, von den Ufern der verschmutzten Themse? Und was hat er mit Narins eigener Vertreibung zu tun? Meisterhaft verwebt Elif Shafak Vergangenheit und Gegenwart zu einem soghaften Roman über sich kreuzende menschliche Schicksale und die Macht jahrhundertealter Konflikte.

 

Doris Knecht, Ja, nein, vielleicht, Hanser Verlag, 2025

 

Für die Ich-Erzählerin beginnt mit einem unangenehmen Zahnarztbesuch ein Gedankenkarussell, zu dem nicht unerheblich die Wiederbegegnung mit Friedrich beiträgt. Hat in ihrem jetzt freien Leben ein Mann Platz? Gleichermaßen amüsiert wie mitfühlend folgen wir ihrem Gedankenstrom und den Widrigkeiten eines unspektakulären Alltags.

 

Daniela Dröscher, Junge Frau mit Katze, Kiepenheuer & Witsch, 2025

 

Unklare und bedrohliche Symptome suchen die Ich-Erzählerin in einer persönlichen Umbruchsituation heim. Wie sie – trotz/mit ihrer Familienbelastung – Klarheit gewinnt und ihr Leben in die eigenen Hände nimmt, beeindruckt und nimmt einen gefangen.

 

Leon Engler, Botanik des Wahnsinns, Dumont Verlag, 2025

 

Möglicherweise die belletristische Antwort auf Manfred Lütz‘ „Irre! Wir behandeln die Fältchen“?? Der Protagonist landet nach vielen Ortswechseln und Suchen in einer Anstalt – als Psychologe! Während der Behandlungen verändert sich seine Sicht auf die vielfachen psychischen Lasten, die die Familiengeschichte prägen. Ein bemerkenswerter Debütroman.

 

Anna Bailey, Unsere letzten wilden Tage, Rütten & Loening, 2025

 

In eine kleine Stadt in den Sümpfen Louisianas kehrt die Journalistin Loyal zurück, um nach ihrer dement werdenden Mutter zu schauen. Die geplante Aussöhnung mit ihrer Jugendfreundin Cutter scheitert an deren Tod. Selbstmord oder Mord? Die wahrhaft wilden Umstände der Klärung sind nichts für zarte Gemüter …

 

Alois Prinz, Hannah Arendt oder die Liebe zur Welt, Insel Verlag, 2012

 

Anschaulich, spannend wie ein Roman, dabei sorgfältig auf Zeugnissen bauend, macht der Autor mit Leben und Werk bekannt.

 

Yuko Kuhn, Onigri, Hanser Verlag, 2025

 

Die faszinierende Geschichte einer deutsch-japanischen Familie. Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter Yasuko gestorben ist, reist sie mit ihrer dementen Mutter zu ihrer Familie nach Japan.

 

Ursula Krechel, Shanghai fern von wo, Kampa Verlag 2025

 

Tausende Juden suchten am Vorabend des Zweiten Weltkrieges in Shanghai Zuflucht: Über Menschen, die das Überleben neu erlernen mussten.

 

Jon Fosse, Trilogie, Schlaflos. Olavs Träume. Abendmattigkeit, Rowohlt Verlag, 2016

 

Die Trilogie erzählt in drei verbundenen Erzählungen vom Leben und Sterben der beiden jugendlichen Hauptpersonen Alida und Asle, die vergeblich nach einer Bleibe und einem Weg suchen, trotz extremer Armut als Paar mit einem Kind zu überleben.

 

Julian Barnes, Abschied(e), Kiepenheuer & Witsch, 2026

 

Julian Barnes wurde im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte die Kontrolle darüber behalten, wie man auf dieses Leben blicken wird.

 

Jean-Noël Orengo, Der Architekt und sein Führer, Rowohlt Verlag, 2025

 

Ein lesenswertes Buch über das Leben und Tun von Albert Speer. Wie der Führer Speer liebt und umgekehrt.

 

Michael Kumpfmüller, Die Herrlichkeit des Lebens, Kiepenheuer & Witsch, 2011

 

Ein Buch über Franz Kafka, der am Ende seines Lebens die große Liebe findet, die Dora heißt und ihn bis zu seinem Tod begleitet.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Dezember 2025


Eliza Knight, Bernadette Swifts Gespür für Bücher, Insel Verlag, 2025

 

In den Sechzigern gibt es in New York keine Verlegerinnen. Noch nicht bis Bernadette Swift kommt,  die davon träumt, als erste Frau an die Spitze eines Verlages zu kommen. Mit raffinierten Ideen sucht sie sich verbündete Frauen und es gelingt ihr schließlich! Geistreich und charmant!

 

Tom Sailer, Und Hedi springt, List Verlag, 2025

Mit der Person Hedi, einer junge Flüchtlingsfrau aus Pommern, erleben wir die Lebensgeschichte von Alfons Müller-Wipperfürth,dem Hosenkönig, einem der schillerndsten Gestalten im Deutschland der Nachkriegszeit. Hedi avanciert zu Müllers persönlicher Assistentin, und eine Geschichte von Aufstieg und Fall in der noch jungen Bundesrepublik nimmt ihren Lauf. Dies ist die tatsächliche Geschichte des Vater vom Autor Tom Sailer

 

Charlotte Roth, Die Liebe der Mascha Kaleko, Droemer Verlag, 2025

 

Sie ist der Star der pulsierenden Dichter-Szene der 20er Jahre – aber wer ist sie, wenn das Rampenlicht erlischt? Bestseller-Autorin Charlotte Roth setzt in ihrem großen biografischen Roman einer der bedeutendsten Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts ein ebenso kluges wie leidenschaftliches Denkmal.

 

Lisa Schwenk, Blinde Geister, H.C. Beck Verlag, 2025

 

Die Eltern der Hauptfigur Olivia „leben“ die Angst vor einem neuen Krieg und wappnen sich mit Schutzraum und Vorräten gegen den befürchteten russischen Angriff. Wie sich das auf die Leben der Töchter und Enkelin auswirkt, erzählt das Debut eindringlich und einfühlsam.

 

Markus Thielemann, Vom Norden rollt ein Donner, H.C. Beck Verlag, 2024

 

Der Wolf ist zurück in der Lüneburger Heide. Und während Jannes wie schon sein Vater und sein Großvater täglich seine Schafe über die Heideflächen treibt, kochen die Emotionen im Dorf hoch. Kann Heimatschutz Gewalt rechtfertigen? Wo es vordergründig um Wolfspolitik geht, stößt er bald auf Hass, völkische Ideologie und auf ein tiefes Schweigen. "Von Norden rollt ein Donner" ist eine Spurensuche in der westdeutschen Provinz, die Geschichte eines brüchigen "urdeutschen" Idylls.

 

Chi Zijan, Das letzte Viertel des Mondes, blessing Verlag, 2025

 

Eine alte Frau blickt auf ihr Leben: Sie ist die Witwe des letzten Häuptlings der Ewenken, eines Nomadenvolkes an der russisch-chinesischen Grenze. Ihre Existenz und die ihres Stammes sind bestimmt von den klaren Regeln der Gemeinschaft, der engen Symbiose mit der Natur, den Rentieren, der Jagd, den Wäldern. Doch im China des 20. Jahrhunderts machen die politischen Umwälzungen auch vor der Welt der Nomaden nicht halt. Die japanische Besetzung der Mandschurei zwingt die Männer in den Krieg, der Sozialismus der Mao-Zeit die Familien in die Städte und in geschlossene Häuser. Nur die alte Frau und ihre Sippe halten unbeirrt an ihrer traditionellen Lebensweise fest.

Mit diesem außergewöhnlichen Roman setzt die preisgekrönte Schriftstellerin Chi Zijian dem Volk der Ewenken ein Denkmal und gibt Einblick in das China der Vergangenheit und Gegenwart.

 

Chris Kraus, Die Sonne und die Mond, Diogenes Verlag, 2025

 

Sie waren beste Freundinnen, starteten gemeinsam eine Bühnenkarriere, doch dann kam der Bruch. Sonja, genannt Sonne, wurde von Jana von Mond verraten. Jahre später steht Jana – inzwischen ein Comedy-Star – vor der Tür von Sonnes Bestattungsunternehmen und bittet sie, die Trauerfeier für ihren Liebsten auszurichten. Alte Wunden brechen auf, neue werden zugefügt. Die Sonne und die Mond können ihre Umlaufbahn nicht verlassen, sie leuchten weiter, jede auf ihre Art, mal kalt, mal warm.

 

Giuliano da Empoli, Der Magier im Kreml, btb Verlag, 2024

 

Dieser Roman führt uns ins Zentrum der russischen Macht, wo permanent Intrigen gesponnen werden. Und wo Wadim, der zum wichtigsten Spindoktor des Regimes geworden ist, ein ganzes Land in ein politisches Theater verwandelt, in dem es keine andere Realität als die Erfüllung der Wünsche des Präsidenten gibt. Doch Wadim ist kein gewöhnlicher Ehrgeizling: Der Regisseur, der sich unter die Wölfe verirrt hat, gerät immer tiefer in die Machenschaften des Systems, das er selbst mit aufgebaut hat, und wird alles daransetzen, um dort wieder herauszukommen. «Der Magier im Kreml» ist ein großer Roman über das zeitgenössische Russland und die Entstehung seiner medial inszenierten und vollkommen fiktiven, aber auch tödlichen Realität, einem Imperium der Lüge. Er enthüllt nicht nur die Hintergründe der Putin-Ära, sondern bietet auch eine hellsichtige Betrachtung über die Mechanismen der Macht.

 

Ian McEwan, Was wir wissen können, Diogenes Verlag, 2025

 

Im Jahr 2119: Die Welt ist überschwemmt, Europa eine Insellandschaft, Freiheit und Reichtum unserer Gegenwart – ein ferner Traum. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe sucht ein verschollenes Gedicht von Weltrang. Der Dichter Francis Blundy hat es 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen. In all den Spuren, die das berühmte Paar hinterlassen hat, stößt Thomas auf eine geheime Liebe, aber auch auf ein Verbrechen. Ian McEwan entwirft meisterhaft eine zukünftige Welt, in der nicht alles verloren ist.

 

William Boyd, Brennender Mond, Kampa Verlag, 2025

 

Gabriel Dax’ Nächte sind kurz. Seit seiner Kindheit leidet er unter Albträumen: Erinnerungen an jene verhängnisvolle Nacht, in der seine Mutter und sein Elternhaus einem verheerenden Brand zum Opfer fielen. Seiner Schlaflosigkeit zum Trotz ist der gefeierte Reiseschriftsteller aus Chelsea auf der ganzen Welt unterwegs – einer vom Kalten Krieg zerrissenen Welt. In Zentralafrika bietet sich ihm die exklusive Gelegenheit, den ersten Ministerpräsidenten des erst seit Kurzem unabhängigen Kongo zu interviewen. Dax wittert eine große Story, doch dann verschwindet Patrice Lumumba kurz nach ihrem Gespräch spurlos. Für die britische Presse ist der afrikanische Politiker damit auf einen Schlag Schnee von gestern, stattdessen aber haben plötzlich diverse Geheimdienste Interesse an Dax’ Aufzeichnungen, allen voran die mysteriöse Agentin Faith Green, deren Charme Dax bald zum Verhängnis wird. Er ahnt: Lumumba hat in dem Gespräch mehr offenbart, als so manchem lieb ist.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für November 2025


Andreas Pflüger, Kälter, Suhrkamp Verlag, 25 €

 

In einer Sturmnacht im Jahr 1989 auf Amrum verschwindet eine Person von einer Fähre. Die Polizistin Lucy, die hier ein ruhiges Leben auf einer Wache mit 2 Personen führt, glaubt nicht an Selbstmord.  Plötzlich muss sie gegen ein Killerkommando kämpfen und nun zeigt sich, dass sie in der Vergangenheit als  Racheengel für den Geheimdienst gearbeitet hat.

 

Erskine Childers, Das Rätsel der Sandbank, Diogenes Verlag, Tb 14 €

 

Im Herbst 1904 werfen Flottenaufrüstungen in England und Deutschland  die Schatten des Ersten Weltkriegs voraus. Zwei junge Engländer machen einen Segeltörn durch das norddeutsche Wattenmeer. Was als harmloses Segelabenteuer beginnt, wird zu einem der größten Seglerromane.

 

Peter May, Die Vogelinsel, Kampa Verlag, 19,90 €

 

Auf die Isle St. Lewis, eine der Hebriden Inseln Schottlands, kehrt Finn Macleod von der Kriminalpolizei aus Edinburgh nach Jahren zurück. Er soll einen grausamen Mord lösen. Mit dem Opfer ist er damals zur Schule gegangen und begegnet nun vielen Leuten von früher.

 

Elif Shafak, Am Himmel die Flüsse,Hanser Verlag, 28 €

 

Drei Schicksale zwischen London und dem Zweistromland, die sich am Wasser treffen.

 

Krechel, Ursula, Shanghai, Fern von wo, Kampa Verlag 22 €

 

Ab 1938 wird die „offene Stadt“ Shanghai zum Zufluchtsort für Tausende jüdischer Familien, die ohne Visum fliehen mussten. Mit großer Sprachgewalt werden die Herausforderungen dort geschildert.

 

Behm, Martina, Hier draußen, dtv  Verlag, 24 €

 

Die Entwicklung einer Hamburger Familie, die aufs Land zog und mit den Herausforderungen auf dem „Dorf“ klarkommen muss.

 

Benjamin Koppel, Annas Lied, Fischer Verlag,  24 €

 

Die Saga einer jüdischen Familie aus Kopenhagen, vor allem das Schicksal Hannahs,  wird von ihrem Großneffen erzählt.

 

Osman, Richard, Wir finden Mörder, List Verlag, 22,90 €

 

Amy Wheeler ist es als Bodyguard gewohnt, ihr Leben zu riskieren. Aber dass sie selbst ins Visier gerät, ist auch für sie neu.

Strout, Elizabeth, Bleib bei mir, Luchterhand Verlag,

In einer Kleinstadt im einsamen  Norden der USA hat der Pastor nach dem tragischen  Tod seiner Frau, das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.

 

Ian Rankin, Die dunkelste Stunde der Nacht, Goldmann Verlag

 

Detektiv  John Rebus sitzt nun selbst im Gefängnis und seine alten Feinde lauern nur auf eine Schwäche.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für September 2025


Cohen, Benjamin, Und New York blieb dunkel, Piper Verlag, 17 €

Nach einer tatsächlichen Begebenheit im Jahr 1977, wird spannend erzählt von einer der dunkelsten Nächte in New York!

 

Valla, Kristin, Das Haus über dem Fjord, Mare Verlag, 15 €

Beim Aufräumen ihres Elternhauses in Nordnorwegen stößt Elin auf Ungereimtheiten im Leben ihrer Eltern.

 

Achten, Willi,  Die Einmaligkeit des Lebens, Piper Verlag, 24 €

Eine Geschichte über die Größe des Lebens im Augenblick des Abschieds.

 

Geschke, Linus, Das Loft, Piper Verlag, 13 €

Ein verliebtes Paar zieht in ein Loft in Hamburg ein und mit ihnen ihr Freund Henning. Das geht nicht lange gut und bald gibt es eine Leiche!

 

 Jansen, Lina, Frau Stinnes und die Reise um die Welt

Clärenore Stinnes ist eine der ersten Frauen, die in den 1920er Jahren mit einem Automobil um die ganze Welt fährt.

 

Dannje, Anjet, Der erinnerte Soldat, Matthes&Seitz Verlag, 38 €

Die Hauptfigur hat als Soldat an der Front 1922 sein Gedächtnis verloren. Spannend zu lesen, wie er es wieder zurückfindet!

 

Köller, Katharina, Wild wuchern, Penguin Verlag 22 € 

Ein soghaftes Alpen-Kammerspiel.

 

Seigle, Jean-Luc, Ich schreibe Ihnen im Dunkel, C.H.Beck Verlag, 19,95 €

Die tragische Geschichte einer großen Liebe im besetzten Frankreich.

 

Illies, Florian, Liebe in Zeiten des Hasses, S.Fischer Verlag, 24 €

Eine Chronik der berühmtesten Liebespaare der Zeitgeschichte zwischen 1929 und 1939.

 

Atkinson, Kate, Death at the Sign of the Rook, engl. Transworld Publ. 12,99 €

Ein neuer Jackson Brodie, der den Diebstahl eines berühmten Gemäldes aufklären muss.

 

McFaydden, Der Lehrer, Heyne Verlag

 

Schon der Untertitel des Psychothrillers sagt alles: Will er dir helfen oder will er deinen Tod?


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für August 2025


L.Dd. Smithson, Die Festung, HoCa Verlag,

18 €

 

Ein Buch für alle „Escape Room Fans“! Auf einer abgelegenen Festung vor der Küste Englands müssen sieben Kandidaten für eine  mysteriöse Reality Show  gefährliche Rätsel lösen, um das Preisgeld zu gewinnen!

 

Gerstberger, Beatrix, Die Hummerfrauen, DTV Verlag, 22 €

 

Das Buch des Sommers! Auf einer kleinen Insel in Maine treffen sich die Familien im Sommer. Doch an einem schicksalhaften Tag verändert sich alles. Erst zwanzig  Jahre später  klärt sich alles auf.

 

Bomann, Anne Cathrine, Rosa, Hanser Verlag

 

Rosa ist ein Oktopus und lebt  in einem Aquarium in Kopenhagen hinter Glas. Nach einem Besuch dort wird dieses intelligente Tier für eine Betrachterin der Anreiz, ein neues Leben zu  beginnen.

 

Arno Frank, Ginsterburg, Klett-Cotta, 26 €

 

Am Beispiel des kleinen Örtchens Ginsterburg in den Jahren 1935 bis 1945, erfährt man in diesem fesselnden historischen Roman viel über den schleichenden Einfluss der Faschisten.

 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Juli 2025


L.Dd.Smithson, Die Festung, HoCa Verlag, 18 €

 

Bonnie kommt auf einer abgelegenen Festung vor der Küste Englands an, um an einer mysteriösen Reality-TV-Show an einem Escape-Spiel teilzunehmen. Im Wettbewerb mit sieben Fremden muss sie eine Reihe von Rätseln lösen, um das Preisgeld zu gewinnen. Wer wird am Ende mit Ruhm und Reichtum die Festung verlassen? Dann wird der erste Teilnehmer tot aufgefunden, und Bonnie

beginnt eine dunkle Wahrheit zu verstehen: wenn sie entkommen will, muss sie gewinnen...

 

Taylor Jenkins Read, Atmosphere, Ullstein Verlag, 22,80 €

 

Der Nr. 1-Bestseller aus den USA von der Autorin von Die sieben Männer der Evelyn Hugo und Daisy Jones & the Six.  Joan Goodwin sieht zu den Sternen auf, seit sie denken kann. Als Professorin für

Astrophysik hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sie ist glücklich, wenn sie ihrer

Nichte abends unter freiem Himmel die Sternbilder erklären kann. 1980 wagt sie den Schritt

ihres Lebens: Sie bewirbt sich als eine der ersten Frauen für das Space-Shuttle-Programm der

NASA. Mit einer Gruppe aus hoch qualifizierten Piloten, Commanders und Ingenieurinnen wird sie ausgewählt!

 

Hubertus Koch, Lost Boy

 

Früh wurde er als ausgezeicneter Filmemacher berühmt und gefeiert. Dann wurde ihm der Medienrummel und die Leistunsgesellschaft zuviel und er machte sich auf eine weite Reise, um zu sich selbst zu finden.

 

Rachel Kushner, Ich bin ein Schicksal, Rowohlt Verlag

 

Die tragische Geschichte von Romy Hall, die im Zuchthaus landet, zweimal lebenslänglich und sechs Jahre bekommt und trotzdem später noch ein kleines Glück findet! 

 

Monika Zeitner, Die Ordnung der Sterne über Como, Aufbau Verlag

 

Der Roman erzählt die Geschichte zweier Männer und einer Frau und handelt von verpasstem und verspieltem Glück!

 

Sara Klatt, Das Land, das ich dir zeigen will, Penguin Verlag

 

Der Großvater hat Ausschwitz überlebt, ist nach Israel zurückgekehrt und dann wieder nach Deuschland. Die Enkelin erkundet nun auf eigene Faust Israel, um selbst Eindrücke des Landes zu bekommen.

 

Bossong, Nora, Reichskanzleiplatz, Suhrkamp Verlag

 

In disem Roman geht es um die Vergangenheit, unter anderen um Magda Goebbls und ihren Aufstieg im Nationalsozialismus.

 

F. Scott Fitzgerald, Der große Gatsy, Manesse Verlag

 

Nach vielen Jahren wiedergelesen, ist diese neubearbeitete Ausgabe ein wahres literarisches Juwel!

 

Nathan Thrall, Ein Tag im Leben von Abed Salama, Pendragon Verlag

 

Vor den Toren Jerusalems kommt es zu einer Tragödie,als ein Palästinensischer mit Kindern besetzter Schulbus von einem Sattelschlepper gerammt wird und in Flammen aufgeht. Ausgehend von diesem Ereignis werden unterschiedliche Lebensgeschichten einfühlsam erzählt.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Juni 2025


James Mc Bride, Himmel und Erde, BtB Verlag, 18 €

 

Bei Bauarbeiten in einer kleinen Stadt in Pennsylvenia wird das Skelett eines Mannes aus den 20er oder 30er Jahren gefunden. Es liegt in einem Viertel, wo afroamerikanische und jüdische Familien ihrem Schicksal zu trotzen versuchten. Nun wird das Geheimnis um die Leiche gelüftet.

 

Jackie Thomae, Glück, Verlag C.H.Beck, 24 

 

„Kann man nur als Mutter oder auch anders glücklich sein?“ Hier geraten die beiden Hauptfiguren  unter Druck wegen der  Hauptfrage nach  der „Erfüllung“.

 

Annett Gröschner, Schwebende Last, Verlag C.H.Beck, 26 €

 

Anhand des Lebens von Hanna Krause wird hier die Geschichte der Frauen des Zwanzigsten Jahrhunderts erzählt. Sie ist eine einfache Frau,  wichtig ist ihr im Leben, immer anständig zu bleiben!

 

Haas, Wolf, Wackelkontkt, Hanser Verlag, 25 €

 

Funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss!   

 

Kate Atkinson, Nach über Soho, Dumont Verlag, 25 €

 

England 1926: In einem Land, das sich noch immer vom Ersten Weltkrieg erholt, ist London zum Mittelpunkt eines neuen, ausgelassenen Nachtlebens geworden. In den Clubs von Soho tummeln sich Adelige neben Starlets, Prinzen neben Gangstern, und Mädchen...


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Mai 2025


Chimanda Aidiche: DreamCount. S. Fischer  2025

 

Mitreißend und klug werden Geschichten von vier Frauen aus Afrika und USA  ausgebreitet, die einander immer wieder die Hand reichen und von exitentieller  Erfahrung  in unerwarteten Momenten erzählen.

 

Laurent Binet, Perspektiven, Rowohlt Verlag, 2025

 

Krimi aus dem Florenz des 16. Jahrhunderts. Der Maler Pontormo wird mit einem Meißel erstochen tot aufgefunden. 

 

Yasmina Reza, Die Rückseite des Lebens, Hanser Verlag 2025

 

Die Autorin hat über Jahre an unterschiedlichen Gerichtsverhandlungen teilgenommen und berichtet als Beobachterin über die jeweiligen Haltungen der Verbrecher oder der Angehörigen auch der Opfer. 

 

Christine Wunnicke, Wachs, Berenberg Verlag, 2025

 

Marie Biheron, seziert schon im zarten Alter Leichen, um deren Innenleben aus Wachs zu modellieren. Sie liebt Madeleine Basseporte, die zeichnend die Anatomie von Blumen aufs Papier zaubert. Paris in vorrevolutionärer Zeit und während der Revolution.

 

Harvey Samantha: Umlaufbahnen. Dtv 2024 

 

Einen Tag im Leben von 6 Menschen, die in 9 Monaten 16 Umlaufbahnen um unseren Planeten auf engstem Raum verbringen. Die Extremsituation schildert die Autorin ebenso poetisch wie tiefgründig.

 

Liz Moore: Der Gott des Waldes. Rowohlt 2025

 

Der Thriller über das Verschwinden einer 13jährigen im Naturreservat bringt große Verwirrung, da sie auch Kind reicher Eltern ist und die Frage nach sozialer Ungleichheit aufwirft.

 

Sarah Crouch: Middletide. Was die Gezeiten verbergen. Dtv

 

Die im Ort bewunderte und beliebte Ärztin wird tot aufgefunden. Was nach Suizid aussieht, stellt sich als Mord heraus.

 

Olga Grjasnowa: Juli, August, September. Hanser 2024

 

Im Mittelpunkt steht Ludmilla, genannt Lou, deren 2. Ehemann ein berühmter Pianist und Jude ist. Lou lernt auf dem 90. Geburtstag ihrer Tante auf Gran Canaria den Rest der Familie, eines sowjetischen Clans kennen. Sie fliegt nach Tel Aviv um den Familienkonflikt zu ergründen.

 

Florentine Anders: Die Allee. Kiepenheuer & Witsch 2025

 

Die Autorin zeigt ihren berühmten Großvater, den Architekten der DDR Hermann Henselmann und erzählt die interessante Geschichte seiner Frau und Tochter.

 

Jakob Hein: Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste. KiWi 2025

 

Eine absurd komische Idee eines Assistenten der Planungskommission der DDR, die Handelsbeziehungen  mit Afghanistan zu fördern mit Hilfe von Rauschgift.

 

William Boyd, Brennender Mond, Kampa Verlag, 26 €

 

Der Schriftsteller ist in Ghana als Sohn schottischer Eltern geboren und erzählt in diesem Roman eine realistisch  anmutende Agentengeschichte. Es geht um die Ermordung des Präsidenten Patrice Lumumba, dem ersten frei gewählten Präsidenten Kongos. Ein britischer Reiseschriftsteller gerät nach einem Interview mit Lumumba zwischen die Fänge diverser Geheimdienste. Natürlich spielt auch hier in diesem hochspannenden Roman eine verführerische Geheimdienstagentin eine Rolle!

 

Martin Mosebach, Die Richtige, DTV Verlag, 26 €

 

Über dieses neue Buch des mit vielen Literaturpreisen dekorierten Autors, hat Denis Scheck so richtig jubiliert! Mosebach rechnet hier mit dem Kunstbetrieb ab und erzählt brilliant und zynisch über die Abgründe menschlicher Beziehungen.

 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für April 2025


Susann Pásztor, Von hier aus weiter, Kiwi Verlag, 24 €

 

Nach 30 Jahren Ehe Witwe geworden, muss sich Marlene ihr Leben neu erfinden.

 

Anne Tyler, Die Tage im Juni, Kein&Aber Verlag

 

Wegen der Hochzeit ihrer Tochter trifft sich ein seit langem getrennt lebendes Ehepaar und erinnert sich an die gemeinsame Vergangenheit.

 

Christoph Peters, Innerstädtischer Tod, Luchterhand Verlag 

 

In  einer Berliner Galerie wird der aufstrebende Künstler Fabian mit einem schweren Vorwurf gegen seinen Galeristen konfrontiert.

 

Thomas Schlesser, Monas Augen, Piper Verlag, 26 €

 

Kunstbetrachtung durch die Augen eines neunjährigen Mädchens, das mit dem Großvater durch die Pariser Museen streift. Die Abbildungen werden alle im Buch dargestellt.

 

Hang Kang, Deine kalten Hände, Aufbau TB

 

In diesem Buch der Nobelpreisträgerin erforscht sie die Themen Einsamkeit und Kunst und taucht tief in die menschliche Seele ein.

 

Nora Bossong, Reichskanzlerplatz, Suhrkamp Verlag

 

Hier wird die Lebensgeschichte von Magda Goebbels, der „Vorzeigemutter des Dritten Reichs“ erforscht.

 

Chimamanda Ngozo Adichie, Dream Count, S.Fischer Verlag, 28 €

 

Dieser neue Roman der nigerianischen Autorin von „Americanah“, beschreibt die Sehnsucht von vier Frauen aus verschiedenen Ländern und ihre Suche nach Liebe und Selbstbestimmung.

 

Wolf Haas, Wackelkontakt, Hanser Verlag

 

Zwei Lebensgeschichten verwickeln sich zu einem schwindelerregenden Tanz, am Ende entsteht ein Feuerwerk!


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für März 2025


Anne Tyler, 3 Tage im Juni, Kein&AberVerlag, 23 €

 

Aus Anlass der Hochzeit ihrer Tochter, trifft sich ein Ehepaar, Ende fünfzig, das bereits seit längerem getrennt lebt. Sie erinnern sich an Vergangenes und stellen sich Fragen, was das Leben noch für sie bereit hält.

 

Percival Everett, James, Hanser Verlag

 

Hier wird der Klassiker "Huckleberry Finn" auf den Kopf gestellt, in dem Jim Huck rettet!

 

Robert Harris, der zweite Schlaf, Heyne Verlag

 

England ist nach einer lange zurückliegenden Katastrophe in einem erbärmlichen Zustand. Der Priester Fairfax wird zur Beerdigung eines verstorbenen Pfarrers entsandt und erlebt eine Überraschung.

 

Savin Tambrea,Vaterländer, Gutkind Verlag

 

Der bekannte Schauspieler erzählt hier die bewegende Lebensgeschichte seiner rumänisch-ungarischen Familie in einer entbehrungsreichen Zeit.

 

Ida Tannert, Crime im Heim, Dumont Verlag, 17 €

 

In dem progressiven Seniorenheim "Silberblick" soll das Theaterstück "Hamlet" aufgeführt werden, damit ein bisschen Kultur ins Haus kommt. Noch vor der ersten Probe findet die "Truppe" einen Toten im Garten und beginnt mit den Ermittlungen.

 

Han Kang, Die Vegetarierin, Aufbau Verlag

 

Die Literatur-Nobelpreisträgerin beschreibt das Leben der pflichtbewussten Hausfrau Yeong-Hye. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird gefährdet, als sie sich entschließt, sich vegetarisch zu ernähren.

 

Arno Geiger, Unter der Drachenwand, Carl Hanser Verlag

 

Hier wird die Geschichte des österreichischen Soldaten Veit Kolbe während des Zweiten Weltkriegs erzählt. Er wird im Krieg verletzt und erholt sich von seinen Verletzungen in den Alpen, wo er seine Kriegserlebnisse verarbeitet und ganz unterschiedliche Menschen kennenlernt.

 

Monika Zeiner, Villa Sternbald oder die Unschärfe der Jahre, dtv Verlag

 

Nikolas Finck, der Sohn eines Schulmöbelfabrikanten, sichtet nach langer Abwesenheit auf dem Dachboden der Villa dunkle Familiengeschichten.

 

Jenny Erpenbeck, Heimsuchung, Penguin Verlag

 

Im Roman verarbeitet die Autorin ihre Kindheitserinnerungen bei ihren Großeltern in einem Haus am Scharmütze


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Februar 2025

Julia Schoch: Wild nach einem wilden Traum.Bd3 der Trilogie Biografie einer Frau Dtv 2025. 23 €

 

Die verheiratete Ich-Erzählerin lernt auf einem Seminar in Amerika einen Mann kennen, mit dem sie eine Affäre eingeht.

 

Han Kang: Unmöglicher Abschied. Roman. Aus d. Korean. Aufbau  Verlag 2024, 24 €

 

Eine junge Frau verspricht ihrer todkranken Freundin, ihren geliebten Vogel vor dem Verhungern zu retten.

 

Karl Ove Knausgard: Der Wald und der Fluss. Über Anselm Kiefer und seine Kunst. Luchterhand 2023.

 

Seit 2018 hatte der norwegische Dichter und Journalist Knausgard mehrere Begegnungen und Interviews mit dem Künstler und führt sehr persönliche tiefgehende Gespräche, um den Sinn von Kunst und Kiefers Werken zu erfassen.

 

Daniel Glattauer, In einem Zug, Dumont Verlag

 

Der Autor Eduard Brünhofer schrieb erfolgreiche Liebesromane, hat aber lange keinen mehr veröffentlicht. Er fährt im Zug von Wien nach München, wo ihm ein unangenehmer Termin in seinem Verlag bevorsteht. Im Zugabteil sitzt ihm gegenüber eine Frau, die ihn erkannt hat und ihn mit indiskreten Fragen nervt. Raffiniert!

 

Taylor Jenkins Reid, Forever interrupted, Ullstein Tb, 13,99 €

 

Elsie Porter ist Mitte Zwanzig, als sie sich abends eine Pizza holen geht. Im Lokal trifft sie auf den charmanten und anbetungswürdigen Ben Ross. Sofort reagiert ihre Chemie aufeinander und sie können keine 24 Stunden warten, bis sie sich wieder treffen, sie sind Hals über Kopf ineinander verliebt. Tage später brennen sie durch nach Las Vegas und heiraten. Aber das Schicksal will es anders. Leidenschaftlich!

 

Robert Harris, Der zweite Schlaf, Heyne Verlag 

 

Lebt England nach einer Katastrophe in der Gegenwart oder ist es die Vergangenheit?

 

Rebecca F. Kuang, Yellowface, Eichborn Verlag

Kann das Plagiat eines Manuskripts wirklich Glück bringen?

 

Joachim Meyerhoff, Man kann auch in die Höhe fallen, Kiwi Verlag.

 

Auch der fünfte Band der Lebensgeschichte ist noch witzig!

 

Max Gross, Das vergessene  Schtetl, Katapult Verlag, 25 €

 

Was wäre, wenn es ein jüdisches Schtetl gäbe, das vom Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust verschont geblieben ist?

 

Kerstin Holzer, Monascella, DTV Verlag Monika

 

Manns Leben auf Capri. Das Schicksal der jüngsten Tochter der Familie von Thomas Mann.

 

Stefanie Gerhold, Das Lächeln der Königin, Galiani Verlag 23 €

 

Die wahre Geschichte der Büste der Nofretete, die heute in einem Berliner Museum steht. 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für November 2024


Uwe Thimm, Die Entdeckung der Currywurst, dtv, 2000

 

In Erinnerung an seine Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer »schönsten Jahre« und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945 ...

 

Harlan Coben, Nur für dein Leben, Goldmann, 2023

 

David, Cheryl und ihr dreijähriger Sohn Matthew sind die perfekte Familie – bis sie eines Nachts durch eine schreckliche Tragödie brutal auseinandergerissen werden. Fünf Jahre später verbüßt der traumatisierte David eine lebenslange Haftstrafe für den angeblichen Mord an seinem Sohn. Da zeigt ihm seine Schwägerin Rachel während der Besuchszeit das vor Kurzem zufällig aufgenommene Foto einer Menschenmenge. Im Hintergrund ein ungefähr achtjähriger Junge mit einem unverwechselbaren Muttermal: Matthew. Zutiefst erschüttert beschließt David herauszufinden, was in jener Nacht tatsächlich geschah. Und seinen Sohn zurückzuholen. Um jeden Preis ...

 

Ann Leckie, Die Maschinen, Heyne, 2015

 

Was wird aus den Menschen, wenn die Maschinen frei sein wollen? 

Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat: Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten. Nun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein.

 

John Grisham, Die Entführung, Heyne, 2024

 

Fünfzehn Jahre ist es her, dass Mitch McDeere gemeinsam mit dem FBI seine verbrecherische alte Firma hat hochgehen lassen. Mittlerweile arbeitet er in der größten Anwaltskanzlei der Welt in Manhattan. Da holt ihn das Verbrechen wieder ein: Als ihn ein Mentor in Rom um einen Gefallen bittet, findet sich Mitch schnell im Zentrum eines mörderischen Konflikts wieder. Er soll durch eine immense Lösegeldzahlung eine Geiselnahme beenden, doch die Umstände sind dramatisch. Schon bald ist nicht nur er selbst in Gefahr, sondern auch die, die ihm nahestehen.

 

Joséphine Nicolas, Das Haus am Meeresufer, DuMont TB, 2024

 

Paris in den 1920er-Jahren: Die einstige Kunststudentin Eileen Gray avanciert zur Interieurkünstlerin, die mit außergewöhnlichem Gespür die Formensprache der Zeit zu interpretieren vermag. Inspiration sind ihr die selbstbewussten Frauen der Left Bank, die literarischen Salons von Natalie Barney und Gertrude Stein, verwegene Nächte an der Seite ihrer Amour fou, der Chansonnière Damia. Als sie dem fünfzehn Jahre jüngeren Jean Badovici begegnet, nimmt das Leben der Visionärin eine jähe Wendung. Rasch erfasst der Architekturkritiker das Talent Eileens. Mit Kalkül lehrt er sie Wissen über neuartige Bewegungen wie das Bauhaus und De Stijl. Sie verliert ihr Herz an Jean, Widrigkeiten zum Trotz, und errichtet dem Geliebten ab 1926 an der Küste nahe Monaco die Villa E.1027, ein schmaler, lang gestreckter Bau zwischen Zitronenbäumen, darunter das azurblaue Meer. Das Gesamtkunstwerk der Autodidaktin erregt Aufsehen. Ihre Kreativität erstaunt noch Le Corbusier, den Meister der Moderne. E.1027 gerät zur Kulisse, wird Schauplatz von Neid und Selbstsucht, von Enttäuschung und Verrat.

 

Thorsten Weiler, Der Seidenweber, Gmeiner Verlag, 2024

 

Krefeld 1820: Als Gustav in der Dachstube einer Bäckerei zur Welt kommt, stehen der Stadt dank ihrer aufstrebenden Seidenindustrie blühende Zeiten bevor - und doch ist sie gebeutelt von Gewalt, Armut und Revolten, welche die Jugend des Bäckerssohns prägen. Gustav setzt alles daran, seinen Traum zu verwirklichen: Er will Seidenweber werden. Auf seinem Weg verliebt er sich in eine geheimnisvolle Frau. Dabei lässt ihn ein Rätsel aus seiner Vergangenheit nie los: Was steckt hinter der späten Heirat seiner Eltern?

 

Amélie Nothomb, Die japanische Verlobte, Diogenes, 2012

 

Zwei Jahre verbringt Amélie in Tokio. Zwei intensive und literarisch ergiebige Jahre. Einerseits war es die Hölle – in ›Mit Staunen und Zittern‹ berichtete die Autorin von ihrer demütigenden Abwärtskarriere bei einem japanischen Großunternehmen. Mit dem japanischen Verlobten jedoch erlebt Amélie Stunden von paradiesischer Heiterkeit. Das ist die andere Seite des Lands der aufgehenden Sonne – das ist das Japan, das sie liebt.

 

Christoph Peters, Tage in Tokio, Luchterhand, 2021

 

Seit 35 Jahren beschäftigt sich Christoph Peters mit Japan. Er hat Romane über Japan geschrieben, sich in der traditionellen Teezeremonie ausgebildet, sammelt japanische Keramiken. Doch in Japan ist er nie gewesen. Die erste Reise nach Tokio muss also zum Abgleich werden zwischen Phantasie und Realität. Christoph Peters streift durch Metro und Seitenstraßen, Sushibars und Museen, besucht Tempelanlagen und einen Boxkampf. Und er ist ein eminent genauer Beobachter: Aus den Blicken der Menschen in der U-Bahn, aus den Regeln der Konversation, aus dem Nuancenreichtum in der Glasur einer Teeschale entsteht das Panorama einer ganzen Kultur. "Tage in Tokio" ist die Liebeserklärung an ein faszinierendes und widersprüchliches Land, das mit jedem Versuch, es zu verstehen, auch etwas über uns erzählt.

 

Takis Würger, Unschuld, Penguin, 2022

 

Molly Carver bleiben fünfunddreißig Tage, um die Unschuld ihres Vaters zu beweisen. Seit Jahren sitzt er für den Mord an dem sechzehnjährigen Casper Rosendale im Gefängnis – nun soll das Urteil vollstreckt werden. Auf der Suche nach Antworten kehrt Molly zurück in das Ostküstendorf ihrer Kindheit. Unter falschem Namen beginnt sie, als Hausmädchen für die Rosendales zu arbeiten, eine Familie, die einmal einflussreicher war als die Rockefellers … 

Emotional und eindringlich zeichnet Takis Würger das Portrait einer Gesellschaft voller Widersprüche und zeigt uns, was sich wirklich hinter den schillernden Fassaden dieser Welt abspielt.

 

Lucy Fricke, Das Fest, Claassen, 2024

 

Der einst gefeierte Filmregisseur Jakob glaubt, alles verloren zu haben. Seine Karriere ist vorbei, seine letzte Beziehung über zehn Jahre her, er fühlt sich alt, der Körper ist schwach und der Kopf ohne Ideen. Es gibt nichts zu feiern, verkündet er am Morgen seines fünfzigsten Geburtstages. Doch seine beste Freundin Ellen ist anderer Meinung. Und sie schickt ihn auf eine Reise durch seine Vergangenheit.

 

Dora Heldt, Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen, dtv, 2024

 

Johanne Johansen muss kurz nach ihrem 65. Geburtstag erfahren, dass das traditionsreiche Familienunternehmen – die Elbreederei Kurt Johansen & Söhne – kurz vor der Pleite steht. Das Lebenswerk ihrer Eltern steht auf dem Spiel und sie weiß, dass sie es ohne Hilfe nicht schaffen kann.

Ihre Cousine Luise Gehrke ist zehn Jahre jünger als Johanne und glücklich verheiratet. Zumindest war Luise davon überzeugt, bis ihr Mann einen schrecklichen Unfall hat und plötzlich ihr ganzes Weltbild ins Wanken gerät.

Obwohl sich Johanne und Luise nur leidlich verstehen, müssen sie nun wohl oder übel die Reederei gemeinsam retten, da beide Firmenanteile halten. Und dabei kommen gut gehütete Familiengeheimnisse ans Licht, die alles verändern ...

 

Christoph Peters: Innerstädtischer Tod, Luchterhand 2024

 

Bd 3 einer Trilogie über die Stadt Berlin in neuer Zeit, unabhängig voneinander zu lesen.

Der Roman beginnt mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine, Nachwirkungen von Corona noch spürbar, Thema Einwanderer sind Grund für politische Auseinandersetzungen. Die Kunstinteressierten warten auf die Ausstellungseröffnung des bekannten Berliner Galeristen, der plötzlich wegen sexueller Übergriffe in der Presse angegriffen wird. Die Familie des Künstlers, Eigentümer der letzten Krefelder Krawattenfabrik,  reist aus Krefeld an. Die Eröffnungsfeier endet mit einem Eklat. Letztendlich geht es immer um Geld und Geschäfte, nie um die Moral.

 

Jane Campbell: Bei aller Liebe, Kjona, 2024

 

Familienroman spielt in England im 20. Jahrh.  auf dem Land. Im Mittelpunkt steht der Verrat von Prof. Malcolm an seiner Schwester, deren letzte Bitte mit ihrem Brief an eine bekannte Person er nicht weitergegeben hat, aus egoistischen Gründen. Es geht um die Verletzlichkeit der menschlichen Seele.

Anne Weber, Bannmeilen, Matthes & Seitz, 2024

Anne Weber durchstreift mit ihrem Freund Thierry für ein Filmprojekt über die Auswirkungen der Bauten für die Olympischen Spiele von Paris die Banlieues von Paris, eine unwirtliche, unheimliche, unbekannte Gegend. Auf ihren Streifzügen erfahren sie trotz der Trostlosigkeit der Gegend interessante Einblicke und menschliche Begegnungen.

 

James McBride, Die Farbe von Wasser, btb, 2018

 

Die Farbe von Wasser erzählt die Geschichte von James McBride, der in den sechziger Jahren - den Zeiten von Malcolm X und Martin Luther Kings - an der Seite von elf Geschwistern in New York aufwächst. Und sie erzählt das faszinierende Leben seiner Mutter, die als Kind mit ihrer jüdischen Familie aus Polen in die USA flüchtet und mit siebzehn allein nach New York geht, um dort einen Schwarzen zu heiraten.

 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Oktober 2024


Han Kang, Die Vegetarierin, (Nobelpreisträgerin 2024) Aufbau TB 2017 

 

Ein hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen.

Yong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht seinem Bürojob nach und hegt keine Ambitionen. Sie ist eine leidenschaftslose, pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt wirft. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Und bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet. 

 

 

Marc-Uwe Kling, Views, Ullstein 2024

 

Die 16-jährige Lena Palmer verschwindet spurlos. Drei Tage später taucht sie in einem verstörend brutalen Video wieder auf, welches in atemberaubendem Tempo viral geht.

BKA-Kommissarin Yasira Saad soll Lena finden und die Täter identifizieren. Ihr bleibt wenig Zeit, denn schon gibt es erste gewalttätige Demonstrationen in deutschen Städten. Eine rechtsradikale Gruppierung namens »Aktiver Heimatschutz« gewinnt rasant an Zulauf. Kann Yasira die Täter verhaften, bevor der Lynchmob zuschlägt und der Rechtsstaat zu wanken beginnt?

 

Martina Hefter, Hey guten Morgen, wie geht es dir? (Deutscher Buchpreis 2024), Klett Cotta 2024

 

Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.

Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will – und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin.

Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt? Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.

 

Arno Geiger, Reise nach Laredo, Carl Hanser 2024

 

Was bleibt, wenn man nicht mehr ist, was man ein Leben lang war? Der neue große Roman von Arno Geiger über das, worauf es im Leben wirklich ankommt: die Freundschaft, die Liebe und das Loslassen. Karl (der Habsburger Kaiser Karl der V.) hat sich in ein abgelegenes Kloster in Spanien zurückgezogen. Er ist krank und wartet auf sein Ende. Doch dann begegnet er dem elfjährigen Geronimo, und gemeinsam beschließen sie, davonzureiten, nachts, auf Pferd und Maulesel. Sie geraten in wilde Abenteuer, finden Weggefährten auf dem Weg nach Laredo. Karl lernt kennen, was er trotz Macht, Ruhm und Reichtum bisher nicht hatte: Freundschaft, Liebe, Unbeschwertheit und die Freiheit, die es bedeutet, nur im Moment zu leben. "Reise nach Laredo" ist ein fantastischer, magischer Roman über das Loslassen, über das, worauf es im Leben ankommt – und vor allem eine mitreißer Geschichte.

 

Carolin Bernhard, Der Blick einer Frau, Rütten & Loening 2024 

  

1935: Im Pariser Exil schließt die junge Gerda mit dem Fotografen André einen Pakt: Er bringt ihr das Fotografieren bei, sie kümmert sich darum, seine Bilder zu verkaufen. Bald werden die beiden als Gerda Taro und Robert Capa gefeiert, und sie verlieben sich. Als dann in Spanien der Bürgerkrieg ausbricht, wagt es Gerda als erste Frau, an vorderster Front zu fotografieren. Die Bilder gehen um die Welt, auch wenn niemand glaubt, dass eine Frau sie gemacht hat. Doch der Erfolg fordert seinen Tribut. Auf der Suche nach dem besten Bild riskieren Gerda und Robert nicht nur ihre Liebe, sondern auch ihr Leben.

Die Geschichte der großen Liebe zwischen dem legendären Fotoreporter Robert Capa und Gerda Taro – einer Fotografin, deren künstlerisches Werk erst Jahrzehnte nach ihrem Tod gewürdigt wurde.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für September 2024


Margaret Atwood, Hier kommen wir nicht lebend raus, Berlin Verlag, 26 €

 

Fünfzehn neue Kurzgeschichten  mit Humor und Witz, manchmal auch schwarzem Humor, zeigen wieder, wie klug und raffiniert die Autorin erzählen kann!

 

Axel Hacke, Aua, Dumont Verlag 20 € 

 

Dies ist kein Gesundheitsratgeber, sondern eine  amüsante Betrachtung über die Eigenarten des Körpers und trifft auf alle Menschen zu!

 

THOMAS, Ruth-Maria: Die schönste Version

Hamburg, 3.Aufl. 2024

 

Die Autorin hat u.a. bei Daniela Krien und Julia Schoch gelernt und ist für den Buchpreis

2024 nominiert worden. „Ein tiefgründiger Debütroman über eine toxische Beziehung.

In einer klaren Sprache schmerzlich erzählt.“ (Urteil in BÜCHER, 5/2024)

Die späten Nullerjahre, frühen 2010er Jahre in einer ostdeutschen Kleinstadt: Der Roman erzählt die Geschichte von Jella und Yannick, von der ersten großen Liebe, die alles richtig machen will und für immer dauern soll. Bis es kippt. Wieder zurück in ihrem Kinderzimmer fragt Jella sich, wie es so weit kommen konnte. Sie rekapituliert in Rückblenden ihr Aufwachsen in der Lausitz zwischen Kleinstadt und Kiesgruben, Gangsterrap und Glitzerlipgloss.

 

THIELEMANN, Markus: Von Norden rollt ein Donner, München 2024

 

Mit seinem zweiten Buch hat es der Autor unter die letzten 6 Buchpreisnominierungen geschafft. Er hat sich lange mit Landschaft und Geschichte der Lüneburger Heide beschäftigt und thematisiert die umstrittene Ansiedlung des Wolfs, die Versehrung der Heide durch das Militär und die Ansiedlung völkisch orientierter Zugewanderter.

Mit seinen 32 Jahren ist Thielemann ein großer Roman gelungen. Der in einer kraftvollen Sprache voller Poesie zugleich modern und spannend erzählt wird.

 

COBEN, Harlan: Nichts bleibt begraben

München 2022

 

Vor über zwanzig Jahren wurde Patricia Lockwood während eines Raubüberfalls entführt und schwer misshandelt. Ihr gelang die Flucht, doch ihr Peiniger wurde nie gefasst. Auch die damals gestohlenen Gemälde blieben verschollen. Bis in einem New Yorker Apartment neben einer Leiche eines der Bilder gefunden wird - und der Koffer, den der Entführer Patricia zu packen zwang. Zeit für Patricias Cousin, Windsor Horne Lockwood III, den Dingen auf den Grund zu gehen…

 

GRISHAM, John: Die Wächter

München 2021

 

In Seabrook, Florida, wird der junge Anwalt Keith Russo erschossen. Der Mörder hinterlässt keine Spuren, es gibt keine Zeugen, keine Verdächtigen, kein Motiv. Trotzdem wird Quincy Miller verhaftet, ein junger Afroamerikaner, der früher zu den Klienten des Anwalts zählte. Miller wird verurteilt und sitzt 22 Jahre im Gefängnis. Dann schreibt er einen Brief an die Guardian Ministries, einen Zusammenschluss von Anwälten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren. Cullen Post übernimmt seinen Fall. Er ahnt nicht, dass er sich damit in Lebensgefahr begibt.

 

SAVIANO, Roberto: Falcone

München 2024

 

Spannender Roman über das Leben des Richters und Hauptermittlers gegen die Mafia in den 80er Jahren, Giovanni Falcone, der 1992 von der Mafia in seinem Auto in die Luft gesprengt wurde. Erschreckende Details über die mafiösen Strukturen in Italien hat der unter Polizeischutz stehende Autor recherchiert.

 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für August 2024

Stephan Schäfer, 25 letzte Sommer, Ullstein Verlag, 22 €

 

Ein von seinem Job gestresster Journalist trifft auf dem Land, bei seinem Wochenendhaus, den Kartoffelbauern Karl. Der ist zufrieden mit seinem Leben und hat für sich ausgerechnet, daß er, wenn alles gut geht, noch 25 Sommer hat, um sein Leben zu genießen. Er will diese Zeit mit Dingen verbringen, die ihm im Leben wichtig sind.

 

Carla Henkel, Ein letztes Geschenk, Verlag Kein&Aber, 25 €

 

Die Künslern Esther nimmt einen Auftrag für ein Skizzenbuch an, das als Geburtstagsgeschenk für einen Ehemann gedacht ist. Noch weiß sie nicht, daß sie sich auf eine riskante Sache eingelassen hat.

 

Colm Toíbín, Long Island

Hanser Verlag, 2024

 

 

Ein Mann und eine Frau treffen sich nach fast zwanzig Jahren wieder – und stehen noch einmal vor der Entscheidung ihres Lebens. Eilis lebt in Long Island mit ihren Kindern und Tony, für den sie ihre Jugendliebe Jim in Irland zurückließ. Als sie erfährt, dass Tony sein uneheliches Kind in der gemeinsamen Familie aufziehen will, bricht sie in ihre Heimat auf. Dort holen sie ihre alten Gefühle ein. Mit atemberaubender Intensität und psychologischer Klarsicht erzählt Tóibín von dem Versteckspiel, das sich zwischen den ehemaligen Liebenden entspinnt.

 

Tracy Chevalier, Das Geheimnis der Glasmacherin

Atlantik Verlag, 2024 (erscheint auf deutsch am 05.09.2024)

 

 

Venedig, 1468. Auf Murano, Wiege der Glaskunst, fließt die Zeit sanft wie das Wasser in den Kanälen. Doch der tragische Tod des Glasvirtuosen Lorenzo Rosso, bringt die Welt zum Stillstand. In ihrer Verzweiflung nimmt Tochter Orsola das Schicksal der Familie in die Hand. Mutig kämpft sie gegen alle Konventionen und erlernt im Verborgenen das Handwerk des Vaters. Ihr gläsernes Geheimnis, zart wie die Perlen, die sie formt, trägt sie durch die Zeiten und das Leben der jungen Frau verschmilzt mit den Geheimnissen der Stadt.
Orsolas Geschichte ist die Geschichte einer Frau, für die der Glaube an die Liebe und das Vertrauen auf sich selbst alles überdauern und zugleich eine Liebeserklärung an eine der romantischsten Städte der Welt.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Juli 2024


Scott Alexander Howard, Das andere Tal, Diogenes 2024

Dieses Tal ist ein besonderer Ort. Geht man nach Osten oder Westen, stößt man auf die gleichen Häuser, Hügel, Straßen – doch alles ist zwanzig Jahre zeitversetzt. Nur in Trauerfällen dürfen die Grenzen passiert werden. Als die junge Odile in Besuchern aus der Zukunft die Eltern ihres Freundes Edme erkennt, weiß sie, dass er bald sterben wird. Was wäre, wenn Odile das ihr auferlegte Schweigen bricht?

 

Uwe Wittstock, Marseille 1940, C.H. Beck 2024

 

Juni 1940: Hitlers Wehrmacht hat Frankreich besiegt. Die Gestapo fahndet nach Heinrich Mann und Franz Werfel, nach Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger und unzähligen anderen, die seit 1933 in Frankreich Asyl gefunden haben. Der Amerikaner Varian Fry kommt nach Marseille, um so viele von ihnen wie möglich zu retten. Uwe Wittstock erzählt die aufwühlende Geschichte ihrer Flucht.

 

Stephan Schäfer, 25 Sommer, Ullstein Verlag, 22 €

 

Hier geht es um die großen Fragen des Lebens! Wie immer am Wochenende fährt der Erzähler in sein  kleines Haus auf dem Land um zur Ruhe zu kommen von der Hetze seines Alltags. Am See trifft er Karl, einen Kartoffelbauern aus der Gegend, der ihn ermuntert, schwimmen zu gehen. Er lädt ihn zum Kaffee auf seinen Hof ein und schnell werden sie Freunde. Karl kann zuhören, stellt die richtigen Fragen und ist glücklich in seinem Leben.

 

 

Gerald Durrell, Meine Familie und andere Tiere, Piper TB, 15 €

 

 

Dieses Buch des Tierschützers, Expeditionsleiters und Fernsehjounalisten Gerald Durrell ist bereits 1956 erschienen, aber heute so frisch wie damals.Er beschreibt darin, wie er zu seiner Tierliebe kam, und zwar dies mit witzigen und cleveren  Bemerkungen und  total amüsant. Auch schildert  er, wie herrlich verrückt seine Familie und die Tiere in ihrem Haus auf Korfu in den 40er Jahren waren und vieles aus dem Leben der Inselbewohner.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Juni 2024


Fred Vargas, Jenseits des Grabes, Limes Verlag, 26 €

 

Dieser 10. Kriminalroman um den skurrilen Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg spielt diesmal in einem kleinen Dorf in der  Bretagne. Jeder kennt jeden und alle scheinen zu Beginn verdächtig, einen Mord begangen zu haben. Durch drei Flohstiche, die der Kommissar entdeckt, dem kein Detail an der Leiche entgeht, kann er den Täter fassen. Dieser ungewöhnliche Krimi ist voller Humor und Wortwitz und trotzdem sehr spannend!

 

Heinrich Steinfest, Sprung ins Leere, Piper Verlag, 19,99 €

 

Klara Mangold arbeitet im Kunsthistorischen Museum in Wien, sie liebt ihre Arbeit und besonders die Gemälde. Als sie im Nachlass der Mutter ein Foto aus dem Jahr 1957 findet, das ihre Großmutter zeigt, die ihre Familie plötzlich verlassen hat, folgt sie einer Spur nach Japan. Mit der speziellen Steinfest Sprache, wird daraus eine abenteuerliche Geschichte mit mächtiger Sogkraft!

 

Eva Ibbotson, Der Modesalon des Glücks, Kampa Verlag, 18,99 €

 

Erstklassige Sommerlektüre! Susanna lebt im Wien der Jahrhundertwende und führt einen erfolgreichen Modesalon. Da der Mann, den sie liebt, bereits verheiratet  ist, kann sie ihre ganze Kraft und ihre  Ideen in wundervolle Kleider stecken, die sie für die Damen der Gesellschaft schneidert. Nur selten trifft sie ihren Geliebten  in einem Hotel zum Schäferstündchen. Sie kennt die ganze Hautevolee der glanzvollen Kaiserzeit und durch sie erfahren wir die Indiskretionen und Skandälchen dieser Gesellschaft!

 

Jörg Hartmann, Der Lärm des Lebens, Rowohlt Berlin 2024

 

In «Der Lärm des Lebens» erzählt Jörg Hartmann auf erfrischende Weise seine Geschichte und die seiner Eltern und Großeltern. Es ist eine Liebeserklärung an die Kraft der Familie – und an den Ruhrpott.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Mai 2024


Paul Auster: Baumgartner. Aus d. Engl. Rowohlt 2024. 22 €

 

Baumgartner, Professor der Phaenomenologie aus Princetown, 70 Jahre alt, wird bewußt, dass er alt wird. Seine Frau starb vor 10 Jahren bei einem Badeunfall, diesen Schock überwindet er jetzt durch ein traumatisches Erlebnis. Sein neuer Heiratsplan geht nicht in Erfüllung. Seine Erinnerungen nehmen großen Raum ein bis er dien Plan fasst, sich um den Nachlas seiner Frau zu kümmern.

 

Elke Heidenreich: Altern. Hanser2024. 20 €

 

Die 80jährige Autorin und Journalistin schreibt im bekannten leichten Ton über ihr Altern ohne Bedauern. Fazit ihres Lebens ist, man kann es positiv oder negativ sehen. Man stellt sich auf körperliche Mängel ein. Dichterische Zitate helfen ihr (nicht Immer) „Literatur kann helfen, trösten , erklären“. Das Ende ist: „Loslassen können“!

 

Caroline Wahl: Windstärke 17. Dumont 2024. 24 €

 

Unabhängige Fortsetzung von 22 Bahnen der gleichen Autorin. Hier verläßt Ida, die kleine Schwester von Tilda, nach dem Tod der alkoholabhängigen Mutter die gemeinsame Wohnung, landet auf Rügen bei einer fürsorgenden Familie. Sie schwimmt in waghalsiger Weise in der Ostsee, um ihr Trauma von Schuld und Verzweiflung zu überwinden, findet einen jungen Freund.

 

Kristin Hannah, True Colors. Das Geheimnis der Schwestern, Aufbau Tb, 14 €

 

 Die Autorin des Buches "Die Nachtigall" hat diesmal einen spannenden "Schmöker" für den Urlaub geschrieben. Drei konkurrierende Schwestern, die bisher immer zusammen gehalten haben, drohen nach dem Tod der Mutter die Ordnung in der Familie zu zerstören.

 

Ann Patchett, Der Sommer zu Hause, Berlin Verlag, 26 €. 400 Seiten

 

Nach dem fesselnden Roman "Fluss der Wunder", der in über 30 Sprachen übersetzt wurde und viele Preise bekam, diesmal ein Roman über drei Schwester. Diese kehren in den Ferien auf die Obstfarm ihrer Eltern in Michigan zurück, um die Ferien über zu helfen. Hier erfahren sie Spektakuläres aus dem  Leben der Eltern, bevor sie Eltern wurden, was die Einsichten in ihr Familienleben total verändert!


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für April 2024


Claire Keegan: Kleine Dinge wie diese, Steidl Verlag 2022

 

Ein Kohlenhändler aus einfachen Verhältnissen in den 80ziger Jahren in Irland, entdeckt den Widerspruch im Feiern des katholischen Weihnachten zu den Verhältnissen in den "Magdalenenwäschereien", in denen junge uneheliche Mütter gequält werden. Eine schlichte, anrührende Erzählung.

 

Anne Rabe, Die Möglichkeit von Glück

 

Das ist die Geschichte einer Frau, die als Kind noch in der DDR geboren wurde und später mit dem Erbe ihrer staatstreuen Eltern und ihres Großvaters leben muss, von dem sie spät begreift, das auch er Unrecht begangen hat. Sehr eindringlich und bewegend.

 

Patrick van Odijk, Der falsche Vermeer, Pendragon Verlag, 26 €

 

Dieser raffinerte Kunstkrimi basiert auf realen Begebenheiten und beginnt im Jahr 1945 in Amsterdam, nach der Befreiung der Niederlande. Er erzählt die Geschichte des Meisterfälschers Han van Meegeren, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Prozess gestand, mehrere „Vermeers“ gemalt zu haben. Tatsachen und Fiktion werden hier zu einem spannenden Roman verwoben.

 

Ashley Elston, Wer zuerst lügt, Knaur TB, 16,99 €

 

Evie Porter lebt mit ihrem attraktiven und gutsituierten Freund Ryan in einer großen, geschmackvollen Villa in den Südstaaten. Gerade haben sie beschlossen, zusammen zu ziehen, obwohl sie sich noch nicht lange kennen. Es scheint die perfekte Liebe auf den ersten Blick zu sein! Was Ryan aber nicht weiß, ist, dass Evie eine raffinierte und taffe Trickbetrügerin ist. Wenn man meint, man hätte das Spiel durchschaut, kommt sofort eine neue Geschichte. Auch wenn Evie eine Betrügerin ist, hat sie die Sympathie aller LeserInnen, ihr gönnt man am Ende, dass sie endlich einen Mann fürs Leben findet und glücklich wird!

 

Jeffrey Archer, Die Farbe der Gier

 

Vom Altmeister der Krimis ein Roman über ein van Gogh Bild, das Begehrlichkeiten weckt!

 

Richard Osman, Ein Teufel stirbt immer zuletzt, Ullstein Verlag,17,99 €

 

Im 4. Fall des "Seniorenmörderclubs" geht es um eine wilde Jagd um Heroin!

 

Dana Vowinckel, Gewässer im Ziplock,  Suhrkamo Nova, 23,00 €

 

Ein mitreißendes Porträt jüdischen Familienlebens heute. Ein Sommer zwischen Berlin, Chicago und Jerusalem.

 

Raoul de Jong, Der Jaguarmann, 14,50, Edition Amikejo

 

Mit 28 Jahren trift Raoul zum ersten Mal seinen surinamesischen Vater. Sie reden ähnlich, bewegen sich ähnlich und glauben beide an Wunder. Dann erzählt Raouls Vater ihm eine Geschichte, die ihn nicht mehr loslässt: Einer ihrer Vorfahren, ein Medizinmann, habe sich in einen Jaguar verwandeln können. Damit beginnt eine unglauliche Geschichte.

 

Sigrid Nunez, Die Verletzlichen, Aufbau Verlag, 22 €

 

Als eine gute Freundin der Erzählerin in Kalifornien strandet, erklärt sie sich bereit, sich um deren Wohnung in New York zu kümmern – samt temperamentvollem Papagei.

 

Anna Enquist, Die Seilspringerin, Lucherhand Verlag, 24 €

 

Die Komponistin Alice muß sich zwischen ihrer Liebe zur Musik und einem unstillbaren Wunsch nach einem Kind entscheiden.

 

Christian Kracht, Eurotrash, Fischer TB 14 €

 

Mit Galgenhumor erzählt der Autor offensichtlich die eigene Geschichte seiner Familie auf eine tragische und bewußt komische Art und Weise.

 

Markus Berges, Irre Wolken, Rowohlt Verlag, 24 €

 

Ein junger Pfleger in der Psychiatrie verliebt sich in eine gefährliche Patientin, die ihn überredet, sie gehen zu lassen.

 

Robert Galbraith, Das strömende Grab, Blanvalet Verlag, 29,90 €

 

Der 7. Kriminalroman der Harry Potter Autorin

führt das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin Ellacott zu einer gefährlichen Sekte …

 

Becky Davies, Patricia Hu, Von der Idee zum Buch, Ars Edition, 15 €

 

Für Kinder ab 9 Jahren werden hier die neuen Techniken der Buchkunst in wunderschönen, klaren und bunten Bildern erklärt.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für März 2024


Bernhard Schlink, Die Enkelin, Diogenes

Birgit ist zu Kaspar in den Westen geflohen, für die Liebe und für die Freiheit. Erst nach ihrem Tod entdeckt er, welchen Preis sie dafür bezahlt hat.

 

Bernhard Schlink, Das späte Leben, Diogenes Verlag, 26 €

Martin ist glücklich mit seiner Frau, seinem Kind und seinem Leben. Als er plötzlich erfährt, dass er  nur noch wenige Monate zu leben hat, überlegt er, was er seiner Familie für die Zukunft vermachen soll.

 

Alex Schumann, Verbrenn alle meine Briefe, DTV Verlag

Drei Menschen, zwei Generationen, ein Geheimnis. Sommer 1932: Die 24-jährige Karin verliebt  sich in den jungen Schriftsteller Olof. Aber es gibt ein Problem: Karin ist mit Sven verheiratet.

 

Scott Alexander Howard, Das andere Tal, Diogenes Verlag, 25 €

Die 16-jährige Odile bewacht die Grenzen eines besonderen Tals. Auf der anderen Seite liegt das gleiche Tal, aber Zeit versetzt, 20 Jahre in die Zukunft oder in die Vergangenheit.

 

Paul Auster, Baumgartner, Rowohlt Verlag, 22 €

Professor S.T. Baumgartner war ein bekannter Philosophie Professor an der Universität in Princeton. Obwohl seine Frau bereits vor zehn Jahren bei einem Badeunfall ums Leben kam, liest er nun erst ihre Tagebücher und erlebt  nochmal die Zeit mit ihr.

 

Ji-Min Lee, Marilyn und ich, Harper Collins Verlag, 14,99 €

Während des Koreakriegs reist die junge Dolmetscherin Alice , die für die Amerikaner arbeitet, mit Marilyn Monroe dort durch die Kriegswirren. Die Schauspielerin, die als Truppenbetreuerin hier auftritt, erlebt mit Alice in diesen vier Tagen traumatische Ereignisse.

 

Terezia Mora, Muna oder die Hälfte des Lebens, Luchterhand Verlag

Muna wächst in einer ostdeutschen Kleinstadt auf und verliebt sich in Magnus Otto, einen Französischlehrer und Fotografen. Ihre Beziehung ist geprägt von Abhängigkeit, Kälte und Gewalt.

 

Stefan Zweig, Sternstunden der Menschheit, Insel Verlag

Diese Sammlung von zunächst fünf,  dann vierzehn historischen Miniaturen, erschien bereits im Jahr 1927. Hier werden Begebenheiten erzählt, deren Auswirkungen die Geschichte der Menschheit verändert haben und bis heute gültig sind.

 

Michaela Karl, „Ich würde so etwas nie ohne Lippenstift lesen“. BTB TB, 14,99 €

New York City, 1955. High Heels, kleines Schwarzes und  Perlenkette. Maeve Brennan ist ein Star ihrer Zeit, gefeierte Autorin und New Yorks Mode-Ikone. Man sagt, sie diente als Vorbild für die weltberühmte Figur der Holly Golightly in Truman Capotes Roman.

 

Maya Angelou., Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt, Suhrkamp Verlag

Hier wird die Geschichte eines trotzigen schwarzen Mädchens im Kampf gegen unvorstellbare Widerstände mit Fantasie und Wortkraft erzählt.

 

Iris Wolff, Lichtungen, Klett-Cotta Verlag

Die Autorin von „Die Unschärfe der Welt“ erzählt nun die Geschichte aus dem Banat unter der Herrschaft Ceausescus  anhand der Liebesgeschichte von Lev und Kato weiter.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek für Februar 2024


Capus, Alex, Das kleine Haus am Sonnenhang, Hanser Verlag, 22 €

Der Autor, bekannt durch seinen Roman „Léon und Louise“, erzählt hier eine sehr persönliche kleine Geschichte über seine Liebe zur Literatur. Um in Ruhe seinen ersten Roman zu schreiben, zog er in ein kleines Häuschen, um sich Gedanken über das Leben zu machen und noch heute machen ihn die romantischen Erinnerungen an diese Zeit glücklich und zufrieden.

 

Napolitano, Ann,  Hallo, Du Schöne, Dumont Verlag, 25 €

Diese fesselnde und emotionale Familiengeschichte hinterlässt beim Leser einen bleibenden Eindruck, selbst bei Barack Obama, auf dessen Hitliste dieses Buch steht! „Hallo, du Schöne“ ist die Begrüßung von Charlie, dem Familienvater, wenn eine seiner vier Töchter ins Zimmer kommt. . Als Julia an der Uni ein Auge auf den zurückhaltenden Basketballspieler William geworfen hat und ihn schon als perfekten Ehemann wähnt, zeigt sich, dass das Schicksal für alle andere Pläne hat.

 

Wolff, Iris, Lichtungen, Klett-Cotta Verlag,

24 €

Dieser Roman spielt in Rumänien zur Zeit Ceausescus und erzählt die Geschichte einer Familie während des Zerfalls des Ostblocks und der Öffnung der Welt. Lev und Kato haben seit der Schulzeit eine ganz besondere Beziehung. Selbst als Kato flieht und  längst im Westen ist und Lev noch in Rumänien ändert sich nichts.

 

Jenny Erpenbeck, Gehen,ging, gegangen  Klett Verlag

Richard sucht in Berlin die Begegnung mit jungen Afrikanern und Antworten auf seine Fragen. Der Beginn einer erstaunlichen, bewegenden und auch konfliktreichen Annäherung zweier Welten.

 

Maxim Biller,  Mama Odessa, Kiepenheuer und Witsch Verlag

Der Autor beschreibt die Welt der russisch-jüdischen Familie am Beispiel des Lebens seiner Mutter.

 

Michaela Karl, Ich  brauche einen Liebhaber, der mich am Denken hindert, btb Verlag

Die heute verehrte Schriftstellerin Katherine Mansfield (1888-1923) war zu ihren Lebzeiten nicht nur beliebt. Als sie Anfang des 20. Jahrhunderts  von Neuseeland nach London kam, sorgte sie für Furore und Ärger. Trotzdem hinterließ sie ein hervorragendes Werk.

 

Mahlke, Inger-Maria,  Unsereins, Rowohlt Verlag

Geschichte einer Lübecker Familie der Jahrhundertwende. Interessant ist der gesellschaftliche Umbruch der Zeit geschildert.

 

Michaela Carter, Die Surrealistin, Rowohlt Kindler Verlag

Als im Jahr 1937 die junge Engländerin Leonora Carrington den berühmten Surrealisten Max Ernst kennenlernt,  führt er sie in die Pariser Kunstszene ein und wird ihr Liebhaber. 

 

Juli Zeh und Simon Urban, Zwischen Welten, Luchterhand Verlag

Zwanzig Jahre sind vergangen: Als sich Stefan und Theresa zufällig in Hamburg über den Weg laufen, endet ihr erstes Wiedersehen in einem Desaster. Zu Studienzeiten waren sie wie eine Familie füreinander, heute sind kaum noch Gemeinsamkeiten übrig. In vielen Gesprächen versuchen sie herauszufinden, warum es so gekommen ist.

 

Amy Tan, Töchter des Himmels

Vier junge Frauen, Töchter chinesischer Mütter, die 1949 unter dramatischen Umständen aus China geflohen sind, müssen erkennen, dass durch ihre Herkunft zwei unterschiedliche Welten ihr Leben bestimmen.

 

Harlan Coban, In deinem Namen, Goldmann Verlag

Vor 15 Jahren wurde Naps Zwillingsbruder und seine Freundin unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden. Nun gibt es neue Hinweise, was in dieser fatalen Nacht wirklich geschah…

 

Julian Barnes, Vom Ende einer Geschichte, btb Verlag

Finn und Toby lernen sich in der Schule kennen und schließen Freundschaft, auch später bleiben sie in Kontakt miteinander. Dann findet plötzlich die Freundschaft ein Ende und erst vierzig Jahre später, mit dem Brief eines Anwalts, erfährt Toby den Hintergrund.

 

John Grisham, Das Original, Heyne Verlag

Das FBI sucht die Manuskripte der Schriften von F. Scott Fitzgerald. Nach einigen Tagen der Ermittlungen kommt es zu ersten Festnahmen, aber die wertvollen Schriften wurden noch nicht gefunden und die Jagd geht weiter.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 24. November 2023


Kellerhoff, Lutz Wilhelm Kellerhoff, Die Patin von Ku´ damm, Ullstein TB 14,99 €

 

Kommissar Heller ermittelt in den 60er Jahren  in Westberlin zwischen Politik, Baulöwen und Rotlichmilieu und ist findet eine heiße Fährte.

 

André Winter, Das Geheimnis der schönen Unbekannten. Piper TB, 14 € 

 

Die Inhaberin einer Pariser Kunstgalerie begibt sich auf der Spur eines verschwundenen  Gemäldes  in höchste Gefahr!

 

John Grisham, Forderung, Heyne Verlag

 

Drei Jurastudenten wollen die Welt verändern, müssen aber vor ihrem Examen feststellen, dass sie den Anschluss nicht schaffen können. Nun wollen sie die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und beginnen ein riskantes Spiel!

 

Elizabeth Strout, Amy & Isabelle, btb TB

 

In einem heißen Sommer kämpfen verschiedene Personen in einer Kleinstadt in New England mit ihren unterschiedlichen Problem und suchen eine Lösung für ihr Leben.

 

Bernadine Evaristo, Mr. Loverman, btb Tb

 

Auch im England von heute ist das Leben nicht einfach. Einige Auswanderer von Antigua, die heute hier leben, müssen sich mit den Konsequenzen ihrer Auswanderung arrangieren und trotzdem versuchen, sich treu zu bleiben.

 

Jarka Kubsowa, Marschlande, S.Fischer Verlag, 25 €

 

Britta zieht mit ihrer Familie aus der Stadt in die einsame Marschlandschaft. Ihre Arbeit als Geografin hat sie der Familie wegen aufgegeben, noch fühlt sie sich in ihrem neuen Zuhause fremd. Bei Spaziergängen erfährt sie vom Leben einer Frau aus der Vergangenheit namens Abelke, die vor 500 Jahren hier gelebt hat  und viel Ungerechtigkeit und Mühsal erfuhr.

 

Florian Illies,  Zauber der Stille, S.Fischer Verlag, 25 €

 

Aus teils überlieferten Schriften und Briefen erzählt der Autor das Leben des Malers Caspar David Friedrich und die Geschichte seiner Kunstwerkwerke

 

Charlotte Gneuß, Gittersee, S. Fischer, 2023, 22 €

 

1976, im Dresdner Vorort Gittersee: Karin ist 16, hütet ihre kleine Schwester und hilft der renitenten Großmutter im Haushalt.Und Karin ist verliebt: in ihren Freund Paul, der gerne Künstler wäre, aber im Schacht bei der Wismut arbeitet. Als Paul zu einem Ausflug aufbricht und nicht mehr zurückkommt, stehen eines Nachts zwei Uniformierte vor der Tür, und Karins Welt gerät aus den Fugen. 

 

Uwe Timm, Alle meine Geister, Kiepenheuer und Witsch, 2023, 25 €

 

In seinem neuen Buch erzählt Uwe Timm von seinen Lehrjahren als Kürschner im Hamburg der Fünfzigerjahre. Von kuriosen Erlebnissen im Beruf und der Welt der Mode, von besonderen Freundschaften und den Büchern, die sein Leben verändert haben. 

 

Uwe Timm, Die Entdeckung der Currywurst, Krapp & Gutknecht Verlag, 2004, 8,95 Euro

 

Überleben während und nach dem Zweiten Weltkrieg Hamburg 1945: Kurz vor Kriegsschluss will sich der junge Marinesoldat Bremer nicht im Endkampf verheizen lassen. So erliegt er der Verführung der Notsituation und der 43-jährigen Lena Brücker und lässt sich von ihr in ihrer Wohnung verstecken. Timm beschreibt den Widerstand im Kleinen ebenso wie das Leben der Trümmerfrauen, den Schwarzhandel - und wie es dabei zur Entdeckung der Currywurst kam 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 27. Oktober 2023


Boyd, William, Der Romantiker, Kampa Verlag, 28 €

 

Im 19. Jahrhundert in Irland lebt Cashel Greville und in diesem Roman erfahren wir seine ganze Lebensgeschichte. Seine Tante, die ihn nach dem Tod seiner Eltern liebevoll aufgezogen hat, ist in Wirklichkeit seine Mutter und er der uneheliche Sohn eines Adligen. Diese Lüge treibt ihn in die britische Armee und in der Schlacht von Waterloo wird er verwundet. Aber er gibt nicht auf, geht als Soldat der East India Company nach Sri Lanka und stellt fest, dass er aus seinem Leben alles machen kann,  was er möchte!

 

Heider, Lars, Einer muss das ja machen, Hoffmann&Campe, Verlag, 18 €

 

Der Hamburger Journalist Lars Heider schreibt spannend und amüsant über das, was er kennt! Seine Hauptfigur Lukas Hammerstein hat sich während der Schwangerschaft seiner Frau von der Redaktion beurlauben lassen und langweilt sich nun zuhause, nachdem er alle Möbel für das Kinderzimmer aufgebaut hat. Mit seiner Frau hat er die Absprache, einmal im Monat darf er seine Freunde sehen und mit ihnen Neuigkeiten austauschen. Es passt also ganz gut, dass ein bekannter Journalist ermordet wird und kurz danach noch einer. Nach den Geschehnissen beim G20 Gipfel in Hamburg 2017, gibt es in der Politik viel Aufregung und Anklagen. Gut, dass er den kleinen Hund seiner Schwiegereltern für deren Urlaub in Obhut hat, da kommt er wenigstens beim Gassi gehen mal raus und kann Recherchen machen, um die Morde aufzuklären.

 

Sten, Viveca, Tief im Schatten,

DTV Verlag, 24 €

 

Dieser Kriminalroman spielt im kalten Norden Schwedens, in einem bekannten Wintersportort. Zufällig finden Touristen einen Toten, dessen Hände hinter seinem Rücken zusammengebunden sind. Also Mord, stellt die ermittelnde Polizei fest. Schnell wird klar, dass es sich hier um einen bekannten Skirennfahrer handelt, der im Ort eine Firma betreibt. In einem zweiten Handlungsstrang geht es um eine junge Frau, die einen angesehenen Pastor geheiratet hat, offensichtlich mit ihm nicht glücklich wurde und plötzlich nicht mehr zu ihrer Arbeit kommt. Beide Fälle werden spannend geschildert und regen zum mitraten an!

 

Gwendon Brooks. Maud Martha.  Manesse 2023. 22 €

 

Hinreißendes Portrait einer schwarzen Frau im Chicago der vierziger Jahre. Sie träumt von New York und der großen Liebe. Sie bekommt ein Kind von einem weißen Mann, dabei fällt es schwer in Würde und Gleichmut den Alltag zu bewältigen.

 

Caroline Wahl: 22 Bahnen. DuMont 2023

 

Tilda sucht das Glück zwischen Verantwortung und Freiheit: Studieren, Geld verdienen an der Supermarktkasse, um die kleine Schwester kümmern und an schlechten Tagen um ihre alkoholsüchtige Mutter. Der Freund Viktor schwimmt genau wie sie immer 22 Bahnen und will ihr helfen.

 

Jane Campbell: Kleine Kratzer. Aus d. Engl. Kjona Verl. 2023

 

Psychologisch einfügsame Kurzgeschichten über Gefühle und Wünsche älterer Frauen humorvoll, teils skurril erzählt.

 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 29. September 2023


Daniel Silva, Die Fälschung, Harper Collins Verlag, TB, 448 Seiten, 16 € 

 

Diesmal gerät der berüchtigte Spion Gabriel Allon, den der Silva-Leser bereits aus vielen Abenteuern kennt, in die Welt der Kunstfälscher. Hier geht es um einen Milliarden-Dollar Betrug an der Spitze der Kunstwelt und um die Fälschung eines jahrhundertealten Gemäldes. Von Venedig aus, ist Allon bald mitten in einem gefährlichen Spiel. 

 

Eva Lohmann, Das leise Platzen unserer Träume, Eisele Verlag, 224 Seiten, 22 € 

 

In diesem feinfühligen Beziehungsdrama erleben wir, wie zwei Frauen, die betrogene Ehefrau und die Geliebte, jeweils ihre Perspektive ihrer Rollen erleben. Einfühlsam wird beschrieben,  wie es sich anfühlt, sich von den Träumen ihres Lebens zu verabschieden.

 

Elena Fischer, Paradise Garden, Diogenes Verlag, 352 Seiten, 23 €

 

Die vierzehnjährige Billie wohnt mit ihrer Mutter in der 17ten Etage eines Hochhauses. Obwohl das Geld und der Raum knapp ist, führen sie durch die Phantasie der Mutter ein  glückliches Leben. Nachdem die unerwünschte Großmutter aus Ungarn angereist ist und bei ihnen wohnt und Billies Mutter plötzlich stirbt, reißt Billie mit dem klapprigen Auto allein los und will den ihr unbekannten Vater finden, von dem die Mutter nie etwas erzählt hat. 

 

Robert Galbraith, Das tiefschwarze Herz, Blanvalet Verlag

 

Die Entwicklerin einer Kult-Animationsserie „Das tiefschwarze Herz“,  wird von einem mysteriösen Fan terrorisiert. Eine Privatdetektivin wird eingeschaltet, um das Problem zu lösen.

 

Dana Vowinckel, Gewässer im Ziplock, Verlag Suhrkamp Nova

 

Die 15jährige Margarita verbringt ihre Ferien bei den Großeltern in den USA. Nach und nach pendelt sie zwischen verschiedenen Ländern und Verwandten und erfährt so die jüdische Tradition ihrer Familie.

 

Deborah Feldman, Überbitten

 

Kurz nach ihrem 23. Lebensjahr verlässt die Autorin die ultraorthodoxe chassidische Gemeinde der Satmarer Juden in Williamsburg, New York , und damit das Leben,  das sie in „Unorthodox“ packend beschrieben hat.

 

Margriet de Moor, Von Vögeln und Menschen, DTV Verlag, TB 11,90 €

 

Marie war noch ein Kind, als ihre Mutter für einen Mord ins Gefängnis musste, den sie nicht begangen hat. Seitdem lässt Marie der Gedanke an die Ungerechtigkeit nicht los – bis sich eines Tages die Gelegenheit ergibt, Rache zu nehmen.

 

Iris Wolff, Die Unschärfe der Welt, Klett Cotta TB, 11,90 €

 

Ein Roman über eine Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über vier Generationen und über alle Grenzen  hinweg zusammenhalten.

 

Titus Müller, Der letzte Auftrag, Heyne Verlag

 

Dieser dritte Roman der großen Ost- und Westdeutschland Reihe beginnt in 1989. Ria Nachtmann hat ihre große Liebe geheiratet und sich als Spionin zur Ruhe gesetzt. Ihre Tochter Annie verfolgt derweil einen gewagten Plan: Sie will eine Doku des DDR-Widerstands drehen und sie in den Westen schmuggeln, dabei geht es  um den Sturz der DDR-Regierung und die Zukunft Deutschlands. 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 25. August 2023


Sin Blahé/ Helen Macdonald, Prophet, Hanser Verlag, 528 Seiten, 25 €

 

Dieser ungewöhnliche Thriller ist vielleicht  Science Fiction, vielleicht aber auch schon Gegenwart! Plötzlich taucht irgendwo auf dem Land in England ein Restaurant auf, ein Diner, wie man es aus den USA kennt. Man kann hinein gehen, die Music Box spielt, aber kein Mensch ist zu sehen. Zwei Ermittler werden hinzugezogen, um dieses Rätsel zu lösen!

 

Guillaume Musso, Die Unbekannte, Piper Verlag, 400 Seiten, 18 €

 

Eine nackte junge Frau wird nachts in Paris aus der Seine gerettet. Sie spricht kein Wort, hat vielleicht eine Amnesie und  erst ein DNA Test ergibt ein Ergebnis. Demnach ist sie eine berühmte Pianistin, die vor einem Jahr bei einem  Flugzeugabsturz ums Leben kam. Die Polizei und ihr früherer Verlobter machen sich nun daran, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen!

 

Natasha Lester, Das Geheimnis der Dior Kleider, Aufbau TB, 558 Seiten, 14 €

 

Im Jahr 2012 findet die Enkelin Kat im alten Haus ihrer Großmutter in Cornwell, im Kleiderschrank eine  wertvolle Sammlung von 60 Dior Kleidern. Da sie keine Ahnung hat, wie diese dorthin kamen, beginnt sie, das Leben ihrer Großmutter und aller Frauen der Familie zu ergründen und stößt auf ein lange gehütetes Geheimnis, das den Leser bis in die Zeit der Kriegswirren in Frankreich führt.

 

Volker Weidermann, Träumer, Kiepenheuer&Witsch Verlag, 22 €

 

In diesem „Thriller“ über die Münchner Räterepublik, zwischen November 1918 und April 1919, erzählt der Autor ein besonderes Ereignis der deutschen Geschichte am Ende des 1. Weltkriegs und der Absetzung des bayrischen Königs.

 

Elizabeth Buchan,  The new Mrs Clifton, Penguin Books

 

Der britische Geheimdienstoffizier Gus Clifton kehrt am Ende des 2. Weltkriegs nach London zurück, mit einer deutschen Ehefrau. Seine beiden Schwestern und seine frühere Verlobte setzen nun alles daran, die neue Frau aus ihrem Leben zu vertreiben.

Anne Berest, Die Postkarte, Berlin Verlag, 28€

Durch den Fund einer alten Postkarte mit Neujahswünschen, die vor langer Zeit an ihre Mutter gerichtet war, erfährt die Autorin die tragische Geschichte der Familie, in der vier Angehörige in Auschwitz ermordet wurden.

 

Elizabeth George, Was im Verborgenen ruht , Goldmann Verlag

 

Detective Thomas Lynley und DS Barbara Havers müssen einen Mordanschlag an eine Polizistin klären, der in der nigerianischen Gemeinde in Nord-London verübt wurde. Hier halten alle zusammen und durch Schweigen und Unverständnis wird ihre Arbeit sehr behindert. 

 

Shelley Read, So weit der Fluss uns trägt, Harper Collins Verlag,24 € 

 

Shelley Read lebt in fünfter Generation mit ihrer Familie mitten in den rauen Elk Mountains in Colorado. Sie ist tief verwurzelt in dieser Gegend und ihrer Natur, die auch ihren Debütroman inspiriert und geprägt hat. Als ihre geliebte Pfirsich-Plantage gerodet werden soll, setzt sie sich mit aller Kraft dagegen ein.

 

Alena Schröder, Bei euch ist es immer so still, DTV Verlag, 24 € 

 

Dieser Familienroman spannt einen Bogen von der Nachkriegszeit bis zur Wende. Zwischen Mutter und Tochter gibt es nur Schweigen und es braucht Mut, die Geschichte dazu zu erzählen.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 28. Juli 2023


Joel Dicker, Die Affaire Alaska Sanders, Piper Verlag, 26 €, 592 S.

 

Viele Jahre nach seinem erfolgreichen Roman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ folgt nun eine fesselnde Fortsetzung mit der Figur des Marcus Goldman. In einem kleinen Ort an der amerikanischen Ostküste wurde vor vielen Jahren die Leiche der jungen Alaska Sanders gefunden. Durch Indizien konnte der Täter überführt werden und sitzt seit Jahren im Gefängnis. Bis eine Mail auftaucht, es sei der Falsche!

 

Lindqvist, John Ajvide, Refugium, DTV Verlag, 24 €, 528 S. 

 

In Schweden wird der Autor bereits der „Stephen King des Nordens“ genannt. Dieser fesselnde Thriller ist der erste Teil einer dreibändigen Reihe um ein ungleiches Ermittler-Duo. Julia ist Expolizistin und Kim ein brillanter Hacker. Als beim Mitsommerfest in einer Villa in den Schären  mehrere Menschen brutal erschossen werden, schaltet sich Julia ein.

 

Karin Slaughter, Die letzte Nacht, Harper Collins, 24 €, 560 S.

 

Auch der elfte Thriller um Sara Linton und Will Trent ist ein Muss für die Slaughter Fans! Sara hat Bereitschaftsdienst und kämpft in der Notaufnahme um das Leben einer jungen Frau. Dabei fallen ihr Ähnlichkeiten mit dem Angriff auf sie vor fünfzehn Jahren auf, als sie nach einem Barbesuch brutal überfallen wurde und der Täter nie gefasst wurde. Sie beginnt nach neuen Beweisen zu forschen!

 

John Ajvide Lindquist, Refugium, dtv, 2023

 

Ein explosives Ermittler-Duo. Sie: Expolizistin und Krimiautorin im Karrieretief. Er: ein Hacker mit gequälter Seele. Sie ziehen einander an. Sie stoßen einander ab, aber sie müssen einander vertrauenUrsprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären.

Mittsommer. Der längste Tag. Die dunkelste Nacht.

Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mitsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln.

 

Karin Slaughter, Die letzte Nacht, HarperCollins Verlag, 2023

 

Diese Nacht verändert alles – ein neuer Fall für Will Trent. Vor fünfzehn Jahren veränderte sich Sara Lintons Leben schlagartig, als sie nach einem Barbesuch brutal überfallen wurde. Mittlerweile hat sie es geschafft, dasTrauma hinter sich zu lassen: Sara ist erfolgreiche Ärztin und mit einem Mann verlobt, den sie liebt.

Doch eines Nachts, während sie in der Notaufnahme arbeitet, verändert sich alles. Eine junge Frau wird nach einem Überfall schwer verletzt eingeliefert, und Sara muss um ihr Leben kämpfen. Je weiter die Ermittlungen unter der Leitung von Will Trent fortschreiten, umso klarer wird es, dass das, was dieser Frau zugestoßen ist, auf grausame Weise mit Saras eigenem Schicksal zusammenhängt.

Sara Linton muss sich ihrer Vergangenheit stellen ...

 

Lale Gül, Ich werde leben, Suhrkamp Verlag, 2022

 

Lale Gül hat einen autobiografischen Roman geschrieben: über das Aufwachsen eines muslimischen Mädchens im abgehängten Amsterdamer Westen, über Grenzen, Gebote, Loyalitäten einer ultrakonservativen Familie, über die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes  Leben. Bei seiner Veröffentlichung bricht die Hölle los, und plötzlich steht sie zwischen Rechten, Linken und religiösen Fanatikern, im Kampf um die eigene Stimme …

 

Jonathan Coe, Nummer 11, Folio Verlag, 2017

 

Geschichten, die den Wahnsinn bezeugen – ein irrwitziges Sittenbild Großbritanniens. Rachel und Alison, Freundinnen aus Kindertagen, machen sich auf eine Reise in das fremde, irreale Herz Großbritanniens. Hilflos, mitgerissen von Strömen, die sie weder verstehen noch beeinflussen können, finden die beiden eine von der Realität enttäuschte, doch den Reality-Shows innig zugetane Nation vor. Sie treffen auf moralisch bankrotte Bankiers, deren Keller mit Privatkinos, Hallenbädern und Weinlagern aufgemöbelt sind, und auf Menschen, die an der städtischen Essenstafel Schlange stehen. Mittendrin residiert eine alteingesessene Familie, die nichts für das eigene Land tut, aber alle Kraft darauf verwendet, dass das Land alles für ihren persönlichen Profit tut.

 

Und zum Schluss eine Sachbuchempfehlung:

Dirk Oschmann, Der Osten ist eine westdeutsche Erfindung, Ullstein Verlag, 2023

 

Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden? Dirk Oschmann zeigt in seinem augenöffnenden Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach dem Mauerfall noch immer als Norm definiert und den Osten als Abweichung. Unsere Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden von westdeutschen Perspektiven dominiert. Pointiert durchleuchtet Oschmann, wie dieses Othering unserer Gesellschaft schadet, und initiiert damit eine überfällige Debatte. 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 30. Juni 2023


Anthony McCarten: Going Zero. Aus d. Engl.

Diogenes 2023

 

Eine sehr moderne David-gegen-Goliath-Variante hat der Autor erdacht: 10 Probanden nehmen die Herausforderung eines Tech-Konzerns an, sich für 30 Tage unauffindbar zu machen und bei Gelingen 3 Millionen Dollar zu bekommen. Auch die US-Geheimdienste sind am Erfolg des Programms interessiert. Eine junge Bibliothekarin nimmt den Kampf auf – aus sehr persönlichen Gründen. Spannende und furchteinflössende Lektüre.

 

Stephan Abarbanell: 10 Uhr 50, Grunewald

Blessing 2022

 

Der letzte Tag im Leben von Walther Rathenau, Außenminister der Weimarer Republik,

wird der 24. Juni 1922 sein, denn um 10 Uhr 50 wird er in seinem Wagen mit 5 Schüssen getötet. Der Roman zeichnet - verschränkt mit der minutiösen Beschreibung dieses letzten Tages- den Lebensweg des 1867 geborenen Industriellen-Sohns nach, der vom tiefen Wunsch nach Frieden beseelt, den Rechtsextremen als jüdischer Verräter galt.

 

Emma Cline, Die Einladung, Hanser Verlag 26 €

 

Die attraktive, 22jährige Alex, driftet im Umfeld der Reichen und Schönen von Los Angeles von einem Sugar Daddy zum anderen. Solange sie hübsch und gefällig ist und sich den Wünschen und Erwartungen der jeweiligen Männer anpasst, wird sie in der Gesellschaft geduldet. Dann schenkt man ihr Kleider und Schmuck, lädt sie auf Parties und  Gesellschaften ein. Aber wehe , sie macht einen Fehler, dann ist es aus, ohne Geld wird sie auf die Straße gesetzt und muss sehen, wo sie bleibt.

 

T.C.Boyle, Blue Skies, Hanser Verlag, 28 €

 

Einen Umweltroman, so beschreibt der Autor diesen Roman, der eine Familie aus Kalifornien schildert, die vor dem drohenden Weltuntergang  immer wieder vor großen Herausforderungen gestellt wird. Die ökologisch bewusste Mutter versucht ihre Ernährung auf Insekten umzustellen. Die Schwiegertochter kauft sich eine Pythonschlange, in der Hoffnung, ihren  Social-Media Account aufzupeppen. Komische Dinge werden beschrieben, aber wirklich lachen kann man nicht!

 

Dirk Schümer, Die schwarze Lilie, Zsolnay Verlag, 608 Seiten, 28 €

 

Dieser Roman spielt im tiefen Mittelalter, im Florenz des Jahre 1348. Viele Begebenheiten kommen dem Leser vor, wie in der heutigen Zeit. Die Stadt steckt in einer schweren Steuerkrise, die Pest-Pandemie fordert tausende Todesfälle, die Tataren wüten auf der Krim und nun werden die Söhne des mächtigsten Bankiers der Stadt einer nach dem anderen ermordet. Der Deutsche Wittekind, der als Agent des Patriarchen nach Italien gekommen ist, wird als unparteiischer Alleskönner vom Bankier eingesetzt, den oder die Mörder zu finden.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 26. Mai 2023


Joshua Cohen, Die Netanjahus

oder vielmehr der Bericht über ein nebensächliches undletztlich sogar unbedeutendes Ereignis in der Geschichte einer sehr berühmten Familie.

Schöffling 2023

 

Der US-amerik. Schriftsteller erzählt eine Episode aus dem Leben von Benzion Netanjahu, dem Vater des israelischen Ministerpräsidenten. Ein origineller Campusroman in dem die "Jahoos" als jüdisches Klischee daherkommen, laut, streitlustig und selbstbezogen.

 

Michael Köhlmeier: Frankie. Hanser 24,- €

 

Frankie lebt mit seiner Mutter zusammen. Eines Tages holen sie den Großvater nach vielen Jahren aus dem Gefängnis. Frankie ist fasziniert von seinem zwielichtigen Großvater, möchte aber seine Mutter nicht verlassen. Sein Leben gerät aus den Fugen.

 

Philippe Lancon: Der Fetzen. Klett-Cotta 2019. 12,90 €

 

Der Terroranschlag auf Charlie Hebdo 2015 hat das Leben von Philippe Lancon unumkehrbar in zwei Hälften gespalten. Er ist entstellt und kämpft jahrelang um sein Leben. In eindringlicher Prosa arbeitet er das Erlebte auf´.

 

Anja Lundholm: Geordnete Verhältnisse. München 2001

 

Die aus Kindersicht erzählte traumatische Biografie einer zuerst vom Vater, später von der Staatsideologie nicht Gewollten.

 

Helga Schubert: Der heutige Tag. Dtv 2023. 24,- €

 

Die Autorin, 1940 geboren, ist Psychotherapeutin und eine bekannte Autorin (ursprünglich der DDR). Sie beschreibt den langen Leidensweg ihres Mannes, mit dem sie seit 50 Jahren zusammenlebt, wie man unter solchen Umständen selbst leidet und es schafft, ein würdiges Leben zu behalten. Dieses Buch berührt und macht nachdenklich.

 

Andrzej Szczypiorski: Die schöne Frau Seidenmann. Diogenes 2013. Aus d.Poln.

 

In Warschau 1943 vollzieht sich die Rettung der Irma Seidenmann, einer blauäugigen schönen Polin, um die sich eine Reihe aufregender Personen und Ereignisse reihen. Ein Roman wie ein Gemälde voller Poesie und leisem Humor.   

   

Amor Towles: Ein Gentleman aus Moskau. Aus d. Amerik. 2016.

 

Moskau 1922. Der Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im bekanntesten Hotel Moskaus im Metropol. Er muss alle Privilegien aufgeben und Hilfskellner werden.

 

Julia Schoch: Das Vorkommnis. Biographie einer Frau. Dtv 2022.

 

Bei einer Lesung der Ich-Erzählerin stellt sich eine unbekannte Frau vor mit den Worten: Wir haben den gleichen Vater. Diese unverhoffte Nachricht bringt die Erzählerin aus dem Gleichgewicht. Sie überdenkt ihr gespanntes Verhältnis zu ihrer älteren Schwester und zu ihren geschiedenen Eltern. Überraschend für sie, dass die uneheliche Schwester ein enges Verhältnis zu ihrem gemeinsamen Vater hat.          


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 28. April 2023


Lukas Rietschel, Raumfahrt, DTV Verlag, 22 €

 

Diese Familiengeschichte spielt in der Lausitz und berührt die Zeit nach der Wende und die Nachkriegszeit. Mit wenigen Worten gelingt es dem Autor, der als Experte für Ostdeutschland gilt, Menschen und Zeitgeschichte zu beschreiben.

 

Fiona Davis, The Masterpiece-Wege ihrer Sehnsucht, Goldmann, eBook, 9.99 €

 

In der Grand Central Station in New York gab es in den 1920er Jahren auch eine Kunstakademie, die seit langem vergessen ist. In den 80er Jahren stößt eine Mitarbeiterin vom Infostand zufällig auf die verlassenen Räume und findet eine verschwundene Illustration, die ihre Neugier erregt.

 

Claudia Pineiro, Kathedralen, Unionsverlag,   24 

 

Lía glaubt nicht mehr an Gott. Nicht, seit ihre siebzehnjährige Schwester grausam ermordet wurde. In ihrer streng religiösen Familie fühlt sie sich völlig allein gelassen, und bald bricht sie den Kontakt zu ihr gänzlich ab. Dreißig Jahre später erfährt sie durch Zufall genaueres zu dem Geschehen.

 

Jane Healey, Unser letzter Sommer am Fluss, Hanser Verlag, 18 

 

Dies ist der passende Urlaubs-Roman bei Sonne, Strand oder Liegestuhl! Leicht und locker!

Im Juli 1973 erlebt die junge Ruth auf einem viktorianischen Anwesen in England mit ihren Freundinnen schöne Tage am Fluss. Die jungen romantischen Mädchen vergnügen sich an einem Spiel im Wasser und nennen sich die „Ophelia-Girls“. Nach 20 Jahren kommen Erinnerungen an damals zurück, die Ruth vergessen glaubte!

 

Gabrielle Zevin,  Morgen, morgen und wieder morgen, Eichborn Verlag, 25 €

 

Dieser Roman spielt in der Gaming Szene Amerikas und war im Jahr 2022 ein hochgelobtes Buch in der Literaturwelt! Es galt als Buch des Jahres 2022!

Die Informatikstudentin und angehende Designerin von Computerspielen Sadie, trifft Mitte der 90er Jahre an einer U-Bahn ihren Kindheitsfreund Sam wieder, mit dem sie stunden-  und tagelang Super-Mario am Computer gespielt hat. Aus denn beiden wird ein Team und sie fangen an, gemeinsam ein neues Spiel zu kreieren, dass tatsächlich ein Renner wird!

 

Taylor Jenkins Reid, Malibu Rising, Ullstein Verlag, 12,95 €

 

Dieser Roman, der in der Surfer-Szene spielt, hat auf „TikTok“ Riesenwellen geschlagen! Im Malibu 1983 bereitet Nina Riva, Surfstar und Supermodell, ihre berühmte Sommerparty vor. Hier kann jeder erscheinen, der Rang und Namen hat und die Adresse der Villa am Strand kennt. Eigentlich möchte sie die Party absagen, da sie gerade erfahren hat, dass ihr Mann sie betrogen hat. Am Ende der Party liegt kein Stein mehr auf dem anderen.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 31. März 2023


Helene Bukowski: Kriegerin. Verl. Blumenbar 2022

 

Roman über die besondere Freundschaft zweier Frauen, die sich über die Grundausbildung der Bundeswehr kennen. Sie haben das Ziel, unverletzt an Leib und Seele sich zu zeigen.

 

Joshua Cohen: Die Netanjahus. Roman. Schöffling & Co. 2023. 25 €

 

Familienroman in witzig-komischer Form der israelitischen Familie, angefangen in den 60ziger Jahren im Bundesstaat New York bis zu aktuellen politischen Verhältnissen, keine Klischees über jüdische Gepflogenheiten auslassend.

 

Jean-Michel Guer: Der Club der unverbesserlichen Optimisten. Aus d.Franz. Insel Verl. 2012

 

Das freie Leben im Paris der 60ziger Jahre. 

 

Arno Geiger: Anna nicht vergessen. Hanser 2007

 

Leichte witzige Erzählungen über das moderne Leben, die Suche nach Glück und deren Scheitern.

 

John Grisham: Der Verdächtige. Heyne Verl. 2022

 

Lacy Stoltz hat als Anwältin der Gerichtsaufsichtsbehörde in Florida schon viele Fälle von Korruption erlebt. Doch nun wird sie mit einem unvorstellbaren Fall konfrontiert: der Richter nimmt kein Geld sondern das Leben seiner Klienten.

 

Knut Hamsun: Hunger. Aus d. Norweg. Manesse 2023. 25 €

 

Ein Journalist irrt durch Oslo der zwanziger Jahre, körperlich ausgezehrt, jedoch vom fröhlichen Wahnsinn des Hungers gepackt. Man wird ergriffen von der Tragikomik auf der Jagd nach Brot, nach Liebe und Anerkennung. 

 

Helena Janacek: Die Schwalben von Montecassino. Berlin Verl. 2022 24 €

 

Eine der letzten Schlachten des 2. Weltkrieges. Es kämpften hier Polen, Briten, Amerikaner, Maghrebiner und Maori gegen Deutschland. In unterschiedlichen Erzählsträngen erfahren wir z.B. die persönlichen Schicksale des Neuseeländers und der Großmutter bei den Sowjets. 

 

Jojo Moyes: Mein Leben in deinem. Wunderlich Verl. 25 €

 

Diese umgekehrte Aschenputtel Geschichte erzählt mit viel Gefühl von zwei Frauen, die sich trotz aller Gegensätze unterstützen. Versehentlich wird im Sportstudio die falsche Tasche mitgenommen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

 

Martin Suter: Melody. Diogenes 2023. 26 €

 

Der Alt-Nationalrat Dr. Stotz , eine wichtige Persönlichkeit lebt in einer Villa in Zürich, die voller Porträts seiner vor über 40 Jahren verstorbenen Verlobten ist. Er engagiert einen Studenten, den Nachlass zu ordnen, der schnell feststellt, dass hinter alldem noch mehr steckt als Nachlassordnung.

 

Usama Al Shamani: Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt.  Limmat Verl. 2022. 26 €

 

Ein Iraker lebt im Asyl in der Schweiz und ist bemüht, sich von den traumatischen Erlebnissen seiner Kindheit zu befreien. Eindringliche Vorstellung von Heimatlosigkeit.

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Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 24. Februar 2023


Usama Al Shahmani: Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt. Limmat Verl. 2022

 

Von den Verwüstungen einer Kindheit und Jugend in Diktatur und Krieg im Irak, vom Exil und vom Verschwinden einer Welt, die die Heimat war.

 

Jane Crilly: Der Gärtner von Wimbledon. Aus d. Engl. Piper Verl. 22 €

 

Großbritannien 1938. Die junge Rose, Tochter aus gutem Hause, will Profi Tennisspielerin werden, der junge Sohn des Gärtners ist ihr Balljunge und sie verlieben sich ineinander, bis der Krieg sie trennt. Der Balljunge wird Gärtner von Wimbledon und bleibt es 50 Jahre lang, in der Hoffnung Rose wiederzusehen.

 

Enzensberger, Hans Magnus: Tumult. Suhrkamp 2014.

 

Rückblick auf die 60ziger und 70ziger Jahre der BRD. Der Autor reiste als Vertreter der linken Intellektuellen und Literaten durch die halbe Welt. Er hatte eine Tochter aus 1. Ehe mit einer Norwegerin. Die 2. Ehe mit Mascha aus der UdSSR war eine komplizierte Verbindung. Der „Tumult“  der außer-parlamentarischen Demos war vorbei . Was blieb übrig – der Frage stellt er sich. 

 

Richard Ford: Kanada. Hanser 2013. Aus d. Amerik.

 

Illegaler Handel, ein Banküberfall, drei Morde! Um nicht weniger geht es in dem sprach- und bildgewaltigen Roman!  

 

Camilla Läckberg: Kuckuckskinder. List Verl. 29 €

 

Verwirrend viele Personen sind in den Fall der schwedischen Krimiautorin hineingezogen. Ein Starfotograf wird ermordet und auf die Familie eines erfolgreichen Schriftstellers, Kandidat für den Literaturnobelpreis, wird ein Anschlag verübt. Es gibt Hinweise, dass die beiden Fälle zusammenhängen könnten. 

 

Hilary Mantel: Brüder. Dumont 1992. 14 €

 

Historischer Roman zur Zeit der Französischen Revolution, spannend erzählt.

 

Martin Mosebach: Taube und Wildente. Dtv 2022.

 

Roman einer Ehe. In der Gemäldebetrachtung zeigt sich Anfang und Ende einer Tragödie.

 

Aroa Moreno-Duran: „Die Tocher des Kommunisten.“

Roman über Einsamkeit und Isolation. Btb 2022.

 

Der Debütroman der 1981 geborenen Autorin handelt vom Leben einer spanischen Emigrantenfamilie, die vor dem Franco-Regime geflohen ist und in Ostdeutschland aufgenommen wurde.

 

Tom Saller: Ein neues Blau. Roman. Ullstein TB 2021.

 

Im Berlin der zwanziger bis dreißiger Jahre wächst Lili auf, deren Vater Jude ist und im japanischen Teehandel tätig  und die Teezeremonie mit einem eingewanderten Japaner pflegt. Lili lernt in Berlin die Porzellanherstellung und Malerei, bis der Nationalsozialismus und Krieg alles zerstören. Im 2. Teil erholt sie sich von einer psychischen Störung, indem sie einer psychisch belasteten Schülerin hilft.

 

Cora Stephan: Über alle Gräben hinweg. Kiwi Verl. 24 €

 

Anhand der Familiengeschichte zweier europäischer Familien vom Beginn 20. Jahrh. bis Ende 2. Weltkrieg, wird eine Freundschaft in schwierigen Zeiten erzählt. Auf der Universität in Cambridge begegnen sich der adlige Schotte  und der Gutsbesitzersohn aus Oberschlesien und bleiben Freunde trotz der Feindschaft ihrer Vaterländer.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 21. Januar 2023


Ewald Arenz: Die Liebe an miesen Tagen. DuMont Verl. 24 €

 

Clara und Elias lernen sich kennen und wissen sofort, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun entwickelt sich eine spritzige Liebesgeschichte mit tollen Dialogen.

 

Michael Connelly: Das Gesetz der Straße. Kampa Verl. 19,90 €

 

In diesem spannenden Kriminalroman, der im Gerichtsmilieu von Hollywood spielt, geht es um einen Anwalt, der Beweise für die Unschuld seines Mandanten, einem millionenreichen Filmproduzenten, suchen muss.

 

Lars Kepler: Spinnennetz.  Lübbe Verl. 23 €

 

Neun kleine Bleifiguren zeigen der Polizei, welche Personen umgebracht werden sollen. Um den Serienmörder rechtzeitig zu fassen, beginnt eine gefährliche Jagd. Nichts für zarte Gemüter.

 

Kate Atkinson: Shrines of Gaiety. Doubleday Verl. 2022.

 

1926 in einem Land, das immer noch unter den Folgen des 1. Weltkrieges leidet, ist London das Zentrum eines rauschhaften Nachtlebens. In den Clubs von Soho kommt der Hochadel des Königreichs zusammen mit Scarlets, ausländische Würdenträger mit Gangstern, und junge Mädchen verkaufen sich als Tanzpartnerinnen für einen Shilling pro Tanz.

 

Ian McEwan: Lektionen. Diogenes 2022

 

Roland ist noch ein Kind als 1959 im Internat seine Klavierlehrerin sein Leben aus der Bahn wirft. Roland ist junger Vater, als seine deutsche Frau Alissa ihn und das 4 Monate alte Baby verlässt. Er beginnt nach Antworten zu suchen, zu seiner Herkunft und seinem rastlosen Leben.

 

Edward Hoem: Der Geigenbauer. Verl. Urachhaus 2022. 26 €

 

Das ländliche Norwegen des ausgehenden 18. Jahrh. Der junge Lars Olsen Hoem gerät als Matrose in die Seeschlacht gegen Napoleon und  kommt als Kriegsgefangener zu einem Geigenbauer, der ihm die Kraft gibt zu überleben. Trotz Krieg, Armut und Rezession tröstet uns wie heute die Kraft der Musik.

  

Abbas Khider: Der Erinnerungsfälscher. München 2022.

 

Die bewegende Lebensgeschichte eines Einwanderers zeigt uns einen Brückenschlag von Deutschland zum Irak, eine poetische Erzählung von Erinnern und Suchen.

 

Barbara Yelin, Miriam Libichi und Gilad Seliktar: Aber ich lebe. München 2022.

 

Ein Literatur-Comic. Vier Kinder aus verschiedenen Familien überleben den Holocaust. Darstellerisch-künstlerisch anrührend!

 

Eva Garcia Saenz: Aquitania – Das Blut der Könige. FischerScherz 2022. 25 €

 

Das Jahr 1137: Der Herzog von Aquitanien, der umkämpfesten Region Frankreichs, wird in santiago de Compostella  tot aufgefunden. Seine Leiche ist durch den „Blutadler“ entstellt, eine alte normannische Foltermethode. Seine Tochter Eleonore will Rache nehmen. Spannender historischer Roman, Jahresbestseller in Spanien.

 

Kim de l´Horizon: Blutbuch. DuMont 2022. 24,- Deutscher Buchpreis 2022

 

Die Erzählfigur identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Dieser Roman ist ein stilistisch wie formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt weitertragen: Geschlechter, Traumata, Klassenzugehörigkeit.

 

Henning Ahrens: Mitgift. Klett-Cotta 22 € auch als TB

 

Spannender Familienroman, der im ländlich-Bäuerlichen Milieu in der niedersächsischen Provinz spielt und über die Verwundungen und Tragik des Krieges im letzten Jahrhundert empathisch erzählt.

 

Nicolaia Rips: Alles außer gewöhnlich. Nagel & Kimche Verl. 2017. 14,90 €

 

Weil ihre weltfremden Eltern 2005 ins legendäre Chelsea Hotel in New York ziehen, wächst die Autorin auf inmitten von Bohemiens, Callgirls und Spinnern. Rips erzählt mit wundervoller Komik und viel Humor.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 25. November 2022


Anne Barns: Ein Apfelbaum am Meer. Harper Collins TB 12,- €

 

Julie fährt zum 80zigsten Geburtstag der besten Freundin ihrer verstorbenen Großmutter nach Juist. In ihrer Kindheit hat sie auf der Nordseeinsel mit ihrer Großmutter wunderschöne Urlaube verbracht, dann haben sie sich lange nicht gesehen. Gibt es nun einen Grund für die Einladung?

 

Stephen Greenblatt: Der Tyrann. Siedler Verl. 2018 TB 14,- €

 

Was uns Shakespeare über Trump, Putin und Co verrät. Kann eine große Nation in die Hände eines Tyrannen fallen? Spannend aktuelle Geschichte wie schon Shakepeare das Wesen des Tyrannen analysiert hat.

 

Dörte Hansen: Zur See. Roman. Penguin Verl. 2022

 

Das Leben auf einer deutschen Nordseeinsel: die Seemannsfamilie Sander lebt seit 300 Jahren hier. Die Frauen warteten endlos am Strand auf ihre Männer, die sich aber nicht mehr einfügen können. Der zunehmende Fremdenverkehr verändert alles, die alte Kultur geht verloren.

 

Erin Litteken: Denk ich an Kiew. Roman. Aus d. Amerik. Lübbe 14,- €

 

Eine autobiographisch geprägte Geschichte über den Völkermord Stalins in der Ukraine 1929. Die bewegende Geschichte, in der Katja sich zunächst in einem Dorf bei Kiew vor der eigenen Armut retten kann.

 

Hildegard Möller: Malerinnen und Musen des „Blauen Reiters“. Piper 2007 . 14,- €

 

Von leidenschaftlichen Liebesbeziehungen der Künstlerinnen und ihrer Sehnsucht nach freiem Künstlerinnenleben, das sie oft hinter der Karriere der Männer zurückstellen mussten.

 

Alexander Oetker: Sternenmeer. Hoffmann&Campe Verlag, 18,- €

 

Kommissar Luc Verlain muss einen Fall in der französischen Spitzengastronomie lösen, nachdem ein bekannter Restaurantkritiker noch während der Vorspeise umfällt und offensichtlich vergiftet wurde. Wollte jemand dem Dreisterne Koch schaden oder ging es darum, den Kritiker loszuwerden? 

 

Viviana Sten: Kalt und still. DTV TB 16,95 €

 

Die Stockholmer Polizistin Hanna Ahlander wird kurz vor Weihnachten vom Dienst suspendiert und von ihrem Freund verlassen. Ihre Schwester bietet ihr das abgelegene Ferienhaus in der Provinz an, um dort Abstand zu gewinnen. Als in der Region eine junge Frau vermisst wird, schließt Hanna sich dem Suchtrupp an. Denn bei minus 20 Grad zählt jede Stunde…

 

Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub. List 2021. Kriminalroman.

 

Die fast 80jährige Joyce wird Teil eines Clubs, der sich immer donnerstags  im Puzzlezimmer der luxuriösen Seniorenresidenz trifft, um ungelöste Kriminalfälle zu lösen. Als ein Mord direkt vor ihrer Haustür passiert, ist ihr Scharfsinn gefragt.

 

Christoph Peters: Dorfroman. Luchterhand 2020.

 

Es geht um den geplanten Bau des „Schnellen Brüter“ am Niederrhein in den 70ziger Jahren, der die Menschen im Dorf und im ganzen Land tief spaltet. Gleichzeitig blickt der Erzähler zurück auf seine Kindheit und den Aufbruch in eine neue Zeit.

 

Christoph Peters: Der Sandkasten. Luchterhand 2022

 

Als Moderator einer Politsendung kennt Siebenstädter sich aus mit den Spielregeln der Berliner Spitzenpolitik. Er ist so berühmt wie berüchtigt und fühlt sich prädestiniert, die Lügen der Eliten aufzudecken. Mit der Coronakrise verändert sich das Spiel…


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 28. Oktober 2022


Annie Ernaux: Das andere Mädchen, Aus d. Franz. Bibliothek Suhrkamp.Bd.1539

 

Annie hat einen Brief an ihre Schwester geschrieben, die vor ihrer Geburt gestorben ist. Einen Brief von überwältigender Klarheit und zarter Traurigkeit, über Trennendes und Gemeinsames, über Kindheit und Familie.

 

Mick Herron: Dead Lions, Ein Fall für Jackson Lamb Diogenes 2019. 24 €

 

Zwei Agenten von Slough House, einem Abstellgleis von M15, erhalten den Auftrag, einen russischen Oligarchen zu beschützen. Ausgerechnet die Agenten, denen keiner etwas zutraut, sind beim Erwachen der Löwen dabei.

 

Nick Hornby: Just like you, Kiepenheuer & Witsch 2022.

 

Lucy ist 42, Mutter zweier Jungs, Lehrerin. Sie lebt von ihrem Mann getrennt und wählt linksliberal. Josef ist 22, Aushilfsmetzger, Fußballtrainer und an Politik nicht interessiert. Ausgerechnet diese ungleichen Charaktere verlieben sich!

 

William Melvin Kelley: Ein Tropfen Geduld, Aus d. Amerik. Hoffmann& Campe 2022.

 

Der gesellschaftskritische Roman dreht sich um Jazz und das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen in den USA. Der fünfjährige Ludlow kommt in ein Heim für blinde afroamerikanische Kinder in den Südstaaten der USA und macht mit 18 Jahren Karriere.

 

Kristina Pfister: Ein unendlich kurzer Sommer, Fischer TB 16 €

 

Eine atmosphärische Geschichte vom Ankommen und Neubeginnen.

 

Ferdinand von Schirach: Nachmittage, Btb 22 €

 

Unterhaltsame Erzählungen von Frühsommermorgen und verregneten Nachmittagen, ernst und nachdenklich stimmend.

   

Bernhard Schlink: Abschiedsfarben, Geschichten. Diogenes 2022.

14 € 

 

Geschichten von Abschieden, die bedrücken, von Abschieden, die befreien, über das Gelingen und Scheitern der Liebe. Über bedrohliche und bewältigte Erinnerungen, spannend erzählt.

 

Colm Toibin: Brookly, Hanser 2016.

 

Die junge Irin Eilis wandert um 1950 nach Amerika aus, um in Brooklyn Arbeit zu finden, wird Verkäuferin in einem Warenhaus. Sie leidet unter Heimweh bis sie den jungen Italiener Tony findet. Sie wird durch eine Todesnachricht nach Irland zurückgerufen und trifft dort auf ihre alte Liebe.

 

Jennifer Ryan, Die Köchinnen von Fenley, Kiepenheuer&Witsch Verlag, 18 €

 

Ein Kochwettbewerb der BBC zu Kriegszeiten, motiviert 4 Köchinnen in Fenley, Grafschaft Kent, bei diesem Wettstreit mitzumachen und als Siegerin eine Chance für ein besseres Leben zu erhalten!

  

James Boyne, Als die Welt zerbrach, Piper Verlag, 24 €

 

16 Jahre nach dem bewegenden Holocaust-Buch "Der Junge mit dem gestreiften Pyjama", erscheint nun die Fortsetzung! Hier erfahren wir, wie das Schicksal der deutschen Familie weiterging. 


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 30. September 2022


Karin Slaughter, Die Vergessene

 

Eine spannende Geschichte um einen Mord von vor 40 Jahren, wo die ermittelnde US – Marshal Andrea Oliver selbst involviert ist.

 

Monique Roffey, Die Meerjungfrau von Black Conch

 

Alte Mythen aus der Karibik spielen die Hauptrolle in diesem ungewöhnlichen Roman.

 

Heinrich Steinfest, Der betrunkene Berg

 

Wieder verblüfft der Autor mit seiner ungewöhnlich brisanten Erzählweise den Leser! Die Handlung spielt in den Bergen, eine Buchhändlerin und ein Mann, der sein Gedächtnis verloren hat, kommen sich näher.

 

Daniela Dröscher, Lügen über meine Mutter

 

Eine Familiengeschichte aus den achtziger Jahren, in der ein Mann mit seiner übergewichtigen Frau nicht leben will.

 

Ralf Rothmann, Die Nacht unterm Schnee

 

Die emotionale Lebensgeschichte einer jungen Frau in den Nachkriegsjahren.

 

Verena Roßbacher, Mon Cherié und unsere demolierten Seelen

 

Die 45jährige Charly erzählt gutgelaunt über ihr chaotisches Leben.

 

Ferdinand von Schirach, Die Würde ist antastbar

 

Nachdenkliche Gedanken über Demokratie, Medien, Öffentlichkeit und Justiz

 

Becky Chambers, Unter uns die Nacht

 

Science Fiction Roman über das Leben auf einem Raumschiff, dessen Passagiere die Erde verlassen haben, nachdem sie zerstört wurde.

 

Rachel Joyce,  Miss Bensons Reise

 

In den fünfziger Jahren wird in England eine Expedition mit unvergesslichen Menschen  zusammenstellt, die einen goldenen Käfer in Neukaledonien finden wollen!

 

Gil Ribeiro, Weiße Fracht

 

Ein Portugal-Krimi mit dem Hamburger Kommissar Lost, spannend geschrieben, mit vielen Details über Land und Leute.

 

Heinz Strunk, Ein Sommer in Niendorf

 

Ein erfolgreicher Schriftsteller nimmt sich eine Auszeit und wird ein ganz anderer Mensch.

 

Giulia Caminito, Das Wasser des Sees ist niemals süß

 

Dieser fesselnde Roman schildert eine junge Frau aus der Provinz, die ihrer Herkunft nicht entkommt.


Leseempfehlungen aus der Runde der LESE-      FREU(N)DE der Mediothek vom 26. August 2022


Penner, Sarah, Die versteckte Apotheke, Harper Collins Verlag, 22 €

 

Ein altes Fläschchen, das sie im Schlamm der Themse gefunden hat, führt die Historikerin Caroline zu einer geheimen Apotheke aus dem 18.Jahhundert und auf die Spur einer „Giftmischerin“.

 

Bayer, Thommie, Sieben Tage Sommer, Piper Verlag, 22 €

 

In einem luxuriösen  Ferienhaus an der Côte d Ázur treffen sich fünf Menschen, die vor 30 Jahren dem Besitzer des Hauses das Leben gerettet haben. Zum Dank hat er sie für eine Woche eingeladen, bei Sonne und Pool, gutem Essen und Wein, aber er selbst kommt nicht!

 

Rufin, Jean Christopher, Der Gehängte von Conakry, Tropen Verlag, TB, 17 €

 

Im Yachthafen eines kleinen Küstenortes in Conakry, Guinea, Westafrika, wird ein toter Europäer am Mast seines Schiffes aufgehängt, gefunden. Der Safe auf seinem Boot ist ausgeräumt, keiner hat etwas bemerkt, aber der französische Konsul, der in dieser Sache ermittelt, hat so seine eigenen Methoden, den Fall zu klären.

 

Heinrich Steinfest, Nervöse Fische,  Die Büglerin,  Der schlaflose Cheng, alles Piper Verlag

 

Alle diese drei Romane des Autors verblüffen mit ihren ungewöhnlichen Charakteren, ihrer Philosophie, stilvollen Sprache und phantastischen Ideen den Leser! Steinfest überrascht und lohnt sich immer!

 

George, Elizabeth, Wer die Wahrheit sucht, Goldmann Verlag

 

Mord auf Guernsey, diesmal forscht Deborah gemeinsam mit ihrem Mann Simon St-James bei den verschworenen Inselbewohnern!

 

Sarah Höflich, Heimatsterben DTV 18 €

 

Deutsche Familiengeschichte als Politthriller!

 

Julia Franck, Welten auseinander, S.Fischer Verlag, 23 €

 

Eine ungewöhnliche Jugend und ein bewegendes Frauenporträt

 

Karl Ove Knausgard, Morgenstern, Luchterhand Verlag, 28 €

 

Ein neuer Stern taucht am Himmel auf, keiner weiß, ob er Gutes oder Böses bringt! Knausgard schreibt 800 Seiten über Gott und die Welt!

 

Pascale Hugues, Mädchenschule,  Rowohlt Verlag, 20 €  

 

12 Mädchen schreiben 1968 in ein Poesiealbum. 50 Jahre später recherchiert die Autorin über das Leben dieser Mädchen und erhält so einen Einblick in das Leben einer ganzen Generation.