Buchtipp Juni 2024


Elke Heidenreich, Altern, Verlag Hanser Berlin, 112 Seiten, 20 €

 

Elke Heidenreich hat viele Bücher geschrieben, viele gelesen und überhaupt viel gelebt und erlebt. Zu fast jeder Lebenssituation  fällt ihr ein Autor oder ein Buchtitel ein, der dazu passt. Fast könnte man meinen, es sei tröstlich, dass so etwas auch anderen passiert ist.

 

Wie kann es anders sein, dass ihr auch zum Thema „Altern“ im 81. Lebensjahr fast nur witzige  oder humorvolle Stationen ihres  Lebens einfallen, obwohl es damals bestimmt nicht  so war. Trotzdem werden auch die ernsten oder peinlichen Themen ehrlich geschildert, sie schreibt, was sie erlebt hat, ohne etwas zu beschönigen.

Das Credo des Buches könnte heißen: Einfach möglichst gelassen weiterleben! Und „ Jung sein war schlimmer!“

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF  


Buchtipp Mai 2024


Heinrich Steinfest, Sprung ins Leere,

Piper Verlag, 24 €

 

Klara Ingold arbeitet im Kunsthistorischen Museum in Wien als Aufsicht in den Gemäldehallen. Aus Liebe zur Kunst und da sie das Geld nicht nötig hat, verbringt sie ihre Tage zwischen den Bildern, die sie verehrt. Als in einer Lagerhalle, die abgerissen werden soll, Kunstwerke ihrer Großmutter entdeckt  werden, wird sie neugierig, da sie über deren Leben nichts weiß, außer, dass sie vor vielen Jahren die Familie verlassen hat. Beim Räumen der Halle findet sie ein Foto, das die Großmutter als junge Frau  zeigt, wie sie von einem Balkon springt und eine Widmung, die vermuten lässt, dass sie nach Japan entschwunden ist.

 

Klara nimmt sich eine Woche Urlaub und reist nach Japan, nimmt sogar noch einen ständigen Besucher der Kunsthalle mit, der sich interessiert zeigt, mit ihr ein Abenteuer zu erleben.  Nun beginnt eine wahnsinnige Spurensuche, mit sovielen Zufällen und Begegnungen, dass man es fast nicht glauben kann.

 

 

Diese tolle Geschichte löst sich tatsächlich auf, auch wenn die Steinfest-Sprache den Leser manchmal dazu bringt, einen Satz zwei- bis dreimal zu lesen. Der Einstieg  ist verschachtelt, entfaltet dann aber wahre Sogkraft und ist ein spannender Galopp durch die Kunstgeschichte und durch Japan!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF  


Buchtipp April 2024


Jakob Augstein, Die Farbe des Feuers, Aufbau-Verlag, 24 €

 

In einer herrschaftlichen Villa in der Provence soll eine Hochzeit gefeiert werden. Die Braut, einzige Tochter eines deutschen Industriellen-Ehepaars, wird einen Adligen heiraten und hat eine bombastische Hochzeit in Haus und Garten mit großer Gesellschaft geplant.

Die Familie ist schon im Haus, man wartet auf den Bräutigam. Der ist Musiker, schreibt an einer Oper und wird auch zum Fest singen, für ihn wurde eigens ein Flügel bestellt. Der Hausherr, der mit Hilfe seines muslimischen Gärtners in Jahrzehnten einen wunderschönen Orangengarten angelegt  hat, sorgt sich nur um den Garten.

Gerade jetzt wurde der Gärtner nach Paris gerufen, um seinen Bruder zu vertreten, der als Bauarbeiter mit am Dach der Kathedrale Notre-Dame arbeitet.

Was kann jetzt noch passieren, fragt sich der Leser? In diesem Familienroman sind alle Personen kultiviert und superreich, ziemlich dekadent, fahren die tollsten Autos, trinken den besten Rotwein,-aber warum sind alle unglücklich? 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF  


Buchtipp März 2024


Paul Auster, Baumgartner

 

Aus Amerika kam die Nachricht von Paul Austers Krebskrankheit, er ist nun 76 Jahre alt und lebt in einer Privatklinik in New York. Der Titel des Buches „Baumgartner“ ist der Name des Mannes,  dessen Leben erzählt wird. Professor Seymour T. Baumgartner ist ein über siebzigjähriger emeritierter Philosophie Professor aus Princeton,  der nun Bücher schreibt und sich an seine Jugend erinnert.

 

Er kommt aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, seine Eltern führten eine schwierige Ehe, er besuchte das College und lebte während eines Studienaufenthalts in Paris. Das wichtigste in seinem Leben, das wie ein Blitz bei ihm einschlug, war die Liebe zu der Übersetzerin und Dichterin Anna. Mit ihr verbrachte er seine glücklichsten Jahre, bis sie vor zehn Jahren bei einem Badeunfall ertrank. Ihr Tod hat eine tiefe Lücke in seinem Leben hinterlassen, die nicht zu füllen ist.

 

 

Anna war wirklich  seine bessere Hälfte, ohne sie ist sein Leben nichts mehr wert. Um sich zu trösten, wagt er sich endlich in ihr Arbeitszimmer, was er seit ihrem Tod nicht mehr betreten hat. Beim Lesen ihrer Tagebücher und Gedichte, erlebt er nochmal die Zeit mit ihr.

 

Trotz der Trauer von Baumgartner ist es ein warmherziges und tröstliches Buch, dass den Leser intensiv berührt . Sicher findet man viele Parallelen aus Austers Leben und dem seiner Frau Siri Hustvedt darin.

  

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF  


Buchtipp Februar 2024


Sandmann, Elisabeth, Porträt auf grüner

Wandfarbe, Piper Verlag, 24 €

 

 

Dieser Roman über Generationen einer Familie ist spannend und von der Sprache her großartig. Er beginnt im Jahr 1918, als Ella im Hotel Schloss Elmau ihre Ausbildung beginnt und gleich auf eine Freundin trifft, die sie ihr Leben lang begleiten wird.

Sie teilen alle ihre Geheimnisse, auch über Länder, Kriege und Männer hinweg. Jahrzehnte später findet eine Enkelin die Tagebücher von Ella und der Leser erfährt, was in beider Leben alles geschehen ist.

Die Zeitreise führt durch die Weltgeschichte, los geht es in den Voralpen, weiter nach Berlin, England, Florenz und an die Ostsee.

Dies alles ist packend und lebendig geschrieben, man kann es kaum aus der Hand legen, man möchte wissen, was alles passiert ist! Vor allem die tollen Frauen der Familie werden einfühlsam und genau beschrieben und man hätte sie gerne alle kennengelernt!  

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF  


Buchtipp Dezember 2023


Andreas Pflüger, Wie sterben geht, Suhrkamp  Verlag, 25 €, 444 Seiten

 

Der Kriminalschriftsteller Andreas Pflüger hat einen brisanten Polit-Thriller geschrieben, bei dem gleich zu Anfang die Glienicker Brücke, die als „Brücke der Spione“ bekannt wurde, in die Luft gesprengt wird.

 

Hier wurden im „Kalten Krieg“ einige Agenten ausgetauscht und hier muss nun in den Achtzigerjahren die Analystin des BND Nina, einen russischen Meisterspion austauschen, der auch noch der Vater ihres heimlichen Geliebten ist.

Diese Aktion läuft gnadenlos schief und Nina muss schauen, wie sie aus dieser Situation noch lebend herauskommt.

Nach und nach erfährt der Leser, wie sie als Schreibtischagentin angeworben wurde und in Moskau zur Topspionin wurde!

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 

 


Buchtipp November 2023


Tonio Schachinger, Echtzeitalter,

Rowohlt Verlag, 24 €

 

Der österreichische Autor hat mit diesem meisterhaften Roman den Deutschen Buchpreis 2023 gewonnen!

Hier erzählt der nun 31jährige aus der Sicht des Schülers Till, der eine Eliteschule in Wien besucht, die ihren Schülern echt Habsburgische Tradition aufzwingt. Vor allem der besonders strenge Deutschlehrer verbreitet Angst und Schrecken und schafft es, dass die Schüler die Literatur hassen lernen. Vor allem Till will nicht lesen, sondern ist süchtig nach Computerspielen, besonders seinem Lieblingsspiel „Age of Empire2“, bei dem er sogar der weltbeste Spieler der Gamingszene wird!

 

Auch  Leser, die kein Interesse an Computerspielen haben, werden durch diese vielschichtige, und pointenreiche Sprache hier ihr Vergnügen finden!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 


Buchtipp Oktober 2023


James Haynes, Ich, Sperling, DTV Verlag, 592 Seiten, 28 €

 

Im 4. Jahrhundert nach Christi wächst im spanischen Carthago Nova ein namenloser Waisenjunge unter unmenschlichen Lebensbedingungen auf.

Keiner weiß, wo er her kommt, aber eines Tages landet er in einem Bordell, muss  dort hart arbeiten und in der Küche helfen. Eine der „Wölfinnen“, die im Obergeschoß des Hauses ihrem „Geschäft“ nachgehen, nimmt sich seiner an und gibt ihm den „Kosenamen“ Sperling!

 

Heimlich bringt sie ihm das Sprechen, Schreiben und Lesen bei und erzählt ihm, dass er sich, in schwierigen Momenten, gedanklich in die Lüfte heben kann, wie ein Sperling.

Dies hilft ihm, sein furchtbares Schicksal zu ertragen.

 

Obwohl der Roman den Leser in eine Welt harter Realität führt, hat er faszinierende Sätze von eindringlicher Wirkung, die einen nicht loslassen.

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 

 


Buchtipp September 2023


Meir Shalev, Erzähl´s nicht deinem Bruder, Diogenes Verlag, 305 Seiten, 25 €

 

Einmal im Jahr besucht Itamar, der seid langem in den USA lebt, seinen Bruder Boas in Israel. Es ist ein Ritual, dass sie sich einen Abend lang, bei gutem Essen und Getränken über früher, ihre Eltern und die Familie unterhalten.

 

Doch diesmal erzählt Itamar seinem Bruder eine Geschichte über eine Nacht  voller Leidenschaft, mit einer Frau, die sein Leben verändert hat. Hier wird mit viel Humor das eigentlich tragische Leben einer Familie erzählt und welchen Einfluss es auf die Brüder hat.

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 


Buchtipp August 2023


Josephine Tey, Der letzte Zug nach Schottland, Kampa Verlag, 23 €, 336 S.

 

Dies ist der wiederentdeckte Roman der schottischen Autorin Elizabeth MacKintosh, die 1962 in London gestorben ist und die unter Pseudonym ihre Krimis schrieb. Sie gilt als eine  Berühmtheit in der Reihe der Kriminalschriftstellerinnen, wie etwa Agatha Christie oder Val McDermid.

 

Gemächlich reist Inspector Grant vom Scotland Yard mit dem Zug zu seiner Schwester nach Schottland. Er will eine Auszeit nehmen, die herrliche Landschaft genießen und angeln. Er bekommt mit, wie der Schaffner im Nebenabteil versucht, einen Mitreisenden zu wecken. Dies gelingt aber nicht, da der Mann tot ist! Obwohl er hier nicht zuständig ist, weckt die rätselhafte Situation das Interesse des Inspectors.

 

Auf einer im Abteil liegenden Zeitung entdeckt er ein handgeschriebenes Gedicht, nimmt es mit und versucht, während seines Aufenthalts in Schottland, die Wahrheit hinter dem Mord zu entdecken. Von der betulichen Atmosphäre im                                                                  Roman sollte man sich nicht täuschen lassen, es wird                                                                          außerordentlich spannend!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 


Buchtipp Juli 2023


Ewald Frie, Ein Hof und elf Geschwister,

C.H.Beck Verlag, 23 €

 

Für die Geschichte seiner Familie hat der Autor, der Geschichtsprofessor in Tübingen ist, seine zehn Geschwister befragt.

Diese sind in der Zeit zwischen 1944 und 1969 geboren und geben ihre Eindrücke und Erlebnisse vom bäuerlichen Leben auf dem Hof im Münsterland wieder. So erfahren wir vom Wandel der mühseligen Arbeit, die vor allem der Vater sein Leben lang auf dem Hof leistete und den späteren Veränderungen durch die Technologie.

Die Leistung der streng katholischen Mutter, die alle zwei Jahre ein Kind bekam, die die Vorratshaltung und die Helfer auf dem Hof beaufsichtigte und dafür sorgte, dass alle Kinder in der Schule und im Beruf voran kamen, wird besonders gewürdigt.

Für diese persönliche Familiengeschichte, die aus Fakten besteht und anschaulich und liebenswert  den Abschied der bäuerlichen Gesellschaft beschreibt, erhielt der Autor  im Juni den Deutschen Sachbuchpreis 2023!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 

 


Buchtipp Juni 2023


Alexander Oetker, Sonntags am Strand,

Atlantik Verlag, 20 €

 

Vier ganz unterschiedliche Paare wollen sich, mitten im August in Italien, an einem perfekten Sommertag, einen erholsamen Tag in ihrem Lieblings Bagno machen.

Noch ahnt keiner, welche Überraschungen dieser Tag bringt, sei es die Liebe, sei es eine neue Bekanntschaft, ein köstliches Spaghettigericht oder ein lang gehegter Traum, der in Erfüllung geht!

 

Diese kleine Erzählung eignet sich gut für einen Tag am Strand oder im Liegestuhl in der Sonne!

 

 

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 


Buchtipp Mai 2023


Die marmornen Träume, Tropen Verlag,

26 €, 780 Seiten

 

Jean-Christophe Grangé wird international als Meister der französischen Spannung bezeichnet. Mit Büchern wie “Die purpurnen Flüsse“ und „Der Flug der Störche“ hat er Krimis mit Sogwirkung geschrieben, die meist auch verfilmt wurden.

Dieser historische Berlin-Thriller beginnt 1936, während die Welt dem Zweiten Weltkrieg entgegen steuert und sich die Nazi-Elite zum Champagner im Adlon trifft. Eine auf drastische  Weise ermordete Frauenleiche wird im Park gefunden und die Tatspuren beweisen den Ermittlern, dass der Täter aus den höchsten Kreisen der Führung kommen muss. Ein bekannter Psychoanalytiker, eine Psychiaterin und ein SS-Offizier werden in diese Mordgeschichte aus den verschiedensten Gründen  hineingezogen und versuchen, den Mord zu klären.

 

 

Ein tiefschwarzer Thriller um die Deutsche Geschichte, nichts für schwache Nerven!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Mitglied des Vorstands FuF 


Buchtipp April 2023


Daniel Glattauer, Die spürst du nicht, Zsolnay Verlag, 25 €

 

Der Autor der erfolgreichen E-Mail-Romane „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“, spricht hier das Thema Flüchtlingskrise und unsere Gesellschaft an.

 

 

In der Toskana teilen sich zwei wohlhabende Familien in den Sommerferien eine Villa mit Pool. Die 14jährige Tochter der einen Familie wollte unbedingt ein Mädchen aus ihrer Klasse, das mit den Eltern aus Mogadischu geflüchtet ist, mitnehmen und ihr in den Ferien das Schwimmen beibringen. Gleich am ersten Abend ertrinkt das Mädchen im Pool, wo sie unbemerkt noch einmal reingegangen ist.

Von der Presse wird dieser tragische Unfall von allen Seiten beleuchtet. Man wird sich wundern, wie diese Sache ausgeht!

  

 

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters,

Mitglied des Vorstands FuF 


Buchtipp März 2023


Andreas Eschbach,

Der schlauste Mann der Welt,

Lübbe Verlag, 22 €

 

 

„Heute ist der letzte Tag meines Lebens“, denkt Jens Leunitz, während er auf der Terrasse eines Luxushotels sitzt und seine phantastische Lebensgeschichte in einen Computer eingibt.

 

Gleich wird ihm ein üppiges Frühstück serviert, so, wie er es seit fast vierzig Jahren gewohnt ist. Lachs, Schinken, frische Brötchen, eine Schale Obst und ein Glas Champagner. Wie hat er sich dieses Leben verdient, obwohl er sich selbst für faul hält, keine Begabungen oder besonderen Fähigkeiten hat und sich fast sein ganzes Leben lang nur um seine persönlichen Bedürfnisse gekümmert hat.

Genau einmal hat er in seinem Leben einen tollen Treffer gelandet, der ihm ermöglichte, ein ausschweifendes Leben zu führen und die große Welt des Luxus zu genießen.

 

Vielleicht  können wir hier ja noch etwas dazulernen!

   

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp Februar 2023


Arno Geiger, Das glückliche Geheimnis, Hanser Verlag, 25 €

 

Hier gibt der österreichische Romanautor ganz persönliche und emotionale Dinge aus seinem Leben preis, mit deren Hilfe er nicht zuletzt zum erfolgreichen Schriftsteller geworden ist.

 

 

Vor Jahren begann er, früh am Morgen mit dem Fahrrad unterwegs, die Papiercontainer seiner Heimatstadt Wien zu durchsuchen. Immer auf der Suche nach weggeworfenen Büchern, Briefen, Fotos und Tagebüchern.

 

Teilweise verkaufte er die gefundenen  Sachen auf Flohmärkten und Auktionen und lebte von den Verkäufen. Manchmal sind richtige Schätze dabei, in erster Linie aber benutzt er die Geschichten anderer Menschen, um sein eigenes Leben besser verstehen zu können.

Diese gefundenen Geheimnisse haben für ihn eine magische Anziehungskraft. Jetzt erzählt er davon mit viel Witz und Einfühlungsvermögen und aus diesem Stoff wird Literatur!  

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp Januar 2023


Jean-Baptiste Andrea, Von Teufeln und Heiligen, btb Tb, 12 €

 

In Frankreich war dieser Roman in den letzten Monaten das Lieblingsbuch der BuchhändlerInnen, ich kann es nur bestätigen, es liest sich toll!

 

Auf den Pariser Bahnhöfen spielt ein alter Mann auf dem Klavier, nicht des Geldes wegen, sondern weil er auf eine Frau wartet, die seine große Liebe ist. Irgendwann hofft er, wird sie vorbeikommen. Kennengelernt hat er sie vor vielen Jahren in einem  Waisenhaus, wo die Kinder, unter scheinheiligen Priestern die Hölle erlebten und sich nur durch Freundschaft und Liebe untereinander retten konnten.

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp Dezember 2022


Charlotte Roth, Die Wintergarten-Frauen, Der Traum beginnt,  Droemer Verlag Tb 14,99 €

 

Dies ist der erste Band einer neuen Reihe der Autorin über starke Frauen in den 1920er Jahren in Berlin.

Das Varieté „Wintergarten“ bringt alles auf die Bühne, was das Herz begehrt, Kabarett, Musik, Tanz und Zauberei. Auch die junge Nina von Veltheim, aufgewachsen in der Provinz, ist fasziniert und wünscht sich nichts sehnlicher, als dort einmal Regie führen zu dürfen. Sie setzt alles daran, sich diesen Traum erfüllen zu können. Sie zieht aus der Uckermark nach Berlin und findet schnell Freundinnen und einen Kreis von jungen Künstlern, die mit ihr den Traum vom Theater verwirklichen wollen.

Trotz anfänglichem naiven Optimismus, Armut, Hunger und Wohnungsnot, sieht es so aus, als würde diese bunt zusammen gewürfelte Künstlerclique ihren Weg machen.

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp November 2022


Martin Mosebach, Taube und Wildente, DTV Verlag, 24 €

 

Dieser neue Roman des Bestsellerautors erzählt die Geschichte einer Ehe und eines Gemäldes aus dem 19. Jahrhundert, dessen Motiv eine Taube und eine Wildente ist.

 

Im Landhaus der Familie in der Provence hängt es seit Jahrzehnten, aber plötzlich wird es zum Mittelpunkt eines Ehestreits. Ruprechts Frau Marjorie hat es von ihrem Großvater geerbt und will das Gemälde verkaufen, um mit dem  Geld  das marode Dach des Landhauses zu sanieren, während ihr Ehemann, für den es plötzlich eine wichtige Bedeutung  bekommen hat, es behalten will.

 

Wie sich dieses Problem lösen lässt, wird hervorragend und mit großer Spannung bis zum Schluss erzählt!

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Oktober 2022


Pascale Quiviger, Eckstein,

Verlag Atlantis, 20 €

 

Prinz Tibald aus dem kleinen Königreich Eckstein segelt mit seiner Mannschaft zwei Jahre durch die südlichen Meere. Neben vielen Schätzen aus den fernen Ländern befindet sich eine Frau auf dem Schiff, die sich als blinde Passagierin an Bord geschlichen hat, um dem Sklaventum in ihrem Land zu entkommen.

Schnell stellt der Prinz fest, dass sie nicht nur klug und schön ist, sondern auch gut mitarbeiten kann und auftretende Probleme geschickt löst. Er möchte sie mitnehmen auf sein Schloss, wo sein skrupelloser Bruder auf ihn wartet und selbst König werden möchte. Bis dahin ist es noch ein mühsamer Weg und es lauern zahllose Gefahren.

Diese phantastische Abenteuer-Saga ist für Leser von 12-99 Jahren ein wahres Vergnügen. Witzige Dialoge und irre Ideen in der Handlung machen daraus einen großen Spaß!

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF   

 


Buchtipp September 2022


Melzer, Lea,  

Du, ich hab nachgedacht,

Piper Taschenbuch, 15 €

 

In diesem unterhaltsamen Roman versuchen vier Freundinnen, die Liebe und Beziehungen in ihrem Leben gar nicht erst kompliziert werden zu lassen!

Als Jugendliche haben sie bereits eine Vereinbarung getroffen, dass sie sich nie von Männern abhängig machen. Sie treffen sich alle fünf Jahre zum großen Schlussmachen, damit man auch ganz sicher ist, dass alle dabeibleiben.

 

Bis jetzt hat es gut geklappt. Doch an diesem Wochenende droht der Pakt zu brechen und das Thema Liebe und Partnerschaft muss neu überdacht werden! 

 

 

 

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF  


Buchtipp August 2022


Joshi Alka, Die Hennakünstlerin,

Harper Collins, Tb 13 €

 

In den 1950er Jahren flieht die siebzehnjährige Inderin  Lakshmi aus ihrer gewaltsamen Ehe in die  Großstadt nach Jaipur. Sie muss ich alleine durchschlagen und hat mit ihrem Können in der Kunst der Hennamalerei und ihrer Willenskraft langsam Erfolg bei den reichen Damen.

Hier erfährt sie auch so manches Geheimnis aus der wohlhabenden Gesellschaft, muss aber über ihre eigene Herkunft schweigen. Als ihr Mann sie findet, bringt er ihre dreizehnjährige Schwester mit, von der sie bisher nichts wusste, da sie auch den Kontakt mit ihren Eltern abgebrochen hatte. Sie nimmt sie bei sich auf und muss nun ihr Leben nochmal neu planen.

Dieser fesselnde Roman schildert die Rolle der Frau in der indischen Gesellschaft und unterhält auf spannende Art und Weise!

   

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF  

 


Buchtipp Juli 2022


Wolf Harlander, Schmelzpunkt, Rowohlt TB,

512 Seiten, 17 €

 

Der Inuk Nanoq führt in Grönland Touristen durch das Eis und bemerkt immer öfter seltsame Dinge! Verendete Fische und schmelzende Gletscher bereiten ihm Sorgen und verändern das Leben in der Arktis.

Eine Polarforscherin, die von ihrem deutschen Institut dorthin geschickt wird, untersucht mit ihm diese Ereignisse und macht furchtbare Entdeckungen auf Island und im Polargebiet.

 

Dieser actiongewaltige Ökothriller ist spannend und informativ zugleich!

 

 

 

 

 

 

  

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF  


Buchtipp Juni 2022


Franziska Fischer, 

In den Wäldern der Biber,

Dumont Verlag, 22 €

 

Nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund, steht Alina plötzlich ohne Wohnung da und weiß nicht, wohin. Auch ihr Job in Frankfurt, den sie nie gerne ausgeübt hat, gefällt ihr nicht mehr und sie fährt spontan zu ihrem Großvater in ein kleines Dorf in Brandenburg.

 

Hier, in ländlicher Idylle, die sie als Kind erlebt hat, will sie nachdenken, wie ihr Leben weitergehen soll. Obwohl sie ihren Großvater lange nicht gesehen hat, fühlt sie sich in seinem Haus am Waldrand, dem Leben auf dem Dorf und der umliegenden Natur sofort heimisch.

 

Als sie dann auch noch ihre Freunde von früher wiedersieht, entdeckt sie, was ihr im Leben wirklich wichtig ist.

 

  

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF  


Buchtipp Mai 2022


Judith W. Taschler

Über Carl reden wir morgen

Zsolnay Verlag, 24 €

 

 

Dieses Familiendrama über drei Generationen vereint spannend alle Elemente eines Liebes- und Heimatromans sowie später auch eines Kriegs- und Auswandereromans.

Er spielt in Wien und im Mühlviertel, in der Heimat der Autorin, und spiegelt das karge Leben auf dem Land und das harte Los der Menschen damals. Vor allem die Frauen  werden sehr einfühlsam beschrieben, prägen sie doch stark das Schicksal der Müllerfamilie.

 

Im Winter  1918 steht plötzlich Carl, der Sohn und Bruder, den man im Krieg gefallen wähnte, plötzlich wieder vor der Tür. Sogar sein Zwillingsbruder Eugen, der nach Amerika ausgewandert ist, kommt daraufhin zurück, um ihn zu sehen. Die Leute im Dorf dürfen davon nichts erfahren und es ist abenteuerlich zu lesen, wie die Familie damit umgeht.

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF  


Buchtipp April 2022


Hanya Yanagihara,  Zum Paradies,

Claassen Verlag, 30 €

 

 

Der neue, ca. 900 Seiten starke Roman der Autorin des vielbeachteten Vorgängers „Ein wenig Leben“, ist wieder ein mitreißender, spannender Roman für Leser mit viel Geduld geworden. Diesmal geht es um drei Jahrhunderte Amerikanische Geschichte, beginnend in 1893, weiter geht es in 1993 und endet in 2093.

 

Hier wird die mögliche Zukunft und das tägliche Leben der Gesellschaft dieser Zeit mit viel Erfindungskraft, Phantasie und einem außergewöhnlichen Sprachtalent beschrieben. Und alle Generationen sind auf dem Weg zu ihrem Paradies!

 

 

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp März 2022


Chris Whitaker, Von hier bis zum Anfang, Piper Verlag, 22 €

 

 

In einer Kleinstadt in Kalifornien wurde vor 30 Jahren ein fünfjähriges Mädchen mit dem Auto angefahren und verstarb.

 

Nun kommt der angebliche Mörder aus der Haft nach Hause und wird von den Bürgern mit gemischten Gefühlen beäugt. Die 13 jährige Duchess kümmert sich um ihre depressive Mutter, die den Tod ihrer kleinen Schwester mit Drogen, Alkohol und Männern zu überwinden versucht.

Nach und nach erfährt man Dinge aus der Vergangenheit, die die ganze Geschichte in einem anderen Licht zeigen.

 

Die Leser des  Bucherfolgs vom letzten Jahr „ Der Gesang der Flusskrebse“, dürfen sich freuen und werden über diesen anrührenden Roman begeistert sein! 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp Februar 2022


Richard Osman, Der Mann, der zweimal starb, List Taschenbuch, 16,99 €

 

 

Auch der 2. Krimi über den Donnerstags- mordclub ist ein Knaller, schließlich geht es um 20 Millionen in Diamanten, die einem der amerikanischen Mafia nahestehenden Gangster gestohlen wurden.

 

Die Spürnasen aus der Seniorenresidenz schalten sich nun ein. Allen voran Dame Elizabeth, die ehemalige MI5 Mitarbeiterin, die mit ihren vier rüstigen Freunden schon so manchen Fall geknackt hat. Mit schwarzem Humor und typisch britischer Distinguiertheit wird aus diesem Krimi ein Mordsspaß!

 

 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp Januar 2022


Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm:

Von Menschen mit Mut zum Neuanfang.

Westend Verlag, 18 €

 

Die bekannte, mit vielen Preisen ausgezeichnete  Rundfunkmoderatorin, lädt seit 2008 interessante Menschen in ihre Sendung  „Sonntagsfragen“ beim WDR2 Rundfunk ein.

 

Mit vielen „schrägen Vögeln“ hat sie sich eine Stunde lang unterhalten und es kamen viele originelle und beeindruckende  Gespräche dabei heraus. Berühmte Personen wie Cornelia Funke oder Hape Kerkeling, ein Bestatter, ein U-Boot Kommandant, oder eine Fremdenführerin, die Krippenführungen im Advent in Kölner Kirchen anbietet,  jedem entlockt sie die Geschichte ihres Lebens.

Hier können wir nun viele dieser Gespräche lesen  und vielleicht findet jeder für sich die Antwort auf die Frage: Soll mein Leben so weitergehen wie bisher oder soll es anders werden?

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 

 


Buchtipp Dezember 2021


Crossroads, Jonathan Franzen, Rowohlt Verlag, 832 Seiten, 28 €

 

Der Autor hat bereits 2001 mit „Korrekturen“ einen überaus erfolgreichen Roman über eine amerikanische Familie geschrieben. Mit seinem neuen Roman „Crossroads“ nun, beschreibt er  das Leben der evangelischen Pastorenfamilie Hildebrandt, die in einem fiktiven Vorort von Chicago lebt.

 

Erzählt wird der Roman aus dem Blickwinkel der jeweiligen Familienmitglieder, des Pfarrers Russ Hildebrandt, seiner Frau und den vier  heranwachsenden Kindern der Familie. Der Vater möchte sich am liebsten von seiner Frau trennen. Seine Frau betrügt ihn, hat schreckliche Dinge aus der Zeit vor der Ehe verschwiegen. Der älteste Sohn gibt  heimlich sein Studium auf und meldet sich bei der Army für Vietnam. Die Tochter verliebt sich in einen Musiker und der jüngere Bruder verkauft heimlich Drogen an Siebtklässler.

Nur der Kleine ist noch ganz friedlich. Den Vater nennen die älteren Kinder hinter seinem Rücken „Hochwürden“.

 

 

 

Der Titel “Crossroads“, bezeichnet auch die Situation der Familie.  Jeder meint, nun irgendetwas Neues beginnen zu müssen. Von der Kritik schon mit den „Buddenbrooks“ verglichen,  schafft der Autor es, auf 800 Seiten faszinierend und anrührend zu erzählen!

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 


Buchtipp November 2021


Bernhard Schlink, Die Enkelin,

Diogenes Verlag, 25 €

 

 

Das Ehepaar Birgit und Kaspar lebt wohlsituiert in Berlin. Als Kaspar eines Abends nach Hause kommt, findet er seine Frau tot in der Badewanne.

Vor vielen Jahren ist sie zu ihm in den Westen geflohen, für die Liebe und die Freiheit. Um ihren Tod verstehen zu können, forscht er in ihrer Vergangenheit und stellt fest, dass sie alle ihre Geheimnisse über das Leben im Osten für sich behalten hat.

 

Er fährt in ihre Heimat und stößt auf eine völkische Gemeinschaft auf dem Land,  bei der ein junges Mädchen lebt, dass seine Enkelin sein könnte.

Trotzdem ihre Welten nicht unterschiedlicher sein könnten, nimmt er sie für einen Urlaub mit nach Berlin, um sie kennenzulernen.

 

   

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 

 


Buchtipp Oktober 2021


Alina Bronsky, Barbara stirbt nicht

Kiepenheuer&Witsch Verlag, 20 €

 

 

Die hochgelobte Autorin des Buches „Scherbenpark“, das 2009 erschien, hat nun einen urwitzigen, liebenswerten und zugleich bitterbösen Roman über eine langjährige Ehe geschrieben. Plötzlich ist alles anders, als Barbara Schmidt morgens nicht aus dem Bett aufsteht und Walter keinen Kaffee bekommt.

 

Sie sind über fünfzig Jahre verheiratet, nie hat Walter auch nur den kleinen Finger gerührt, höchstens mal den Hund ausgeführt. Er weiß überhaupt nichts über Hausarbeit, alles war selbstverständlich  Frauensache, auch mit seinen Kindern versteht er sich nicht. Nun muss der unverbesserliche Pascha alles mühsam lernen, er fungiert als Pfleger für seine Frau, als Hausmädchen und als Koch.

 

Aber er erfährt nun, was seine Frau ihm bedeutet und was er alles in seinem Eheleben verpasst hat. 

 

  

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF 

 


Buchtipp September 2021


Cynthia D´Aprix Sweeney

Verlag Klett-Cotta, 22 €

 

Über zwanzig Jahre glücklich verheiratet ist das Schauspieler-Ehepaar Flora und Julian, als Flora hinter ein Geheimnis kommt, das alles verändert.

Beim Aufräumen in der Garage findet sie in einem Karton mit alten Fotos den Ehering von Julian, der ihn vor Jahren angeblich beim Baden in einem See verloren hat.

 

Am liebsten möchte sie ihn gleich zur Rede stellen, aber es ist der Abend vom Highschool-Abschluss ihrer Tochter Ruby und den möchte sie nicht verderben.

In Gedanken geht sie ihre Ehejahre mit allen Freundschaften und Bekanntschaften durch und versucht, eine Lüge in ihrer Beziehung zu entdecken.

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF

 


Buchtipp August 2021


Johanna Adorján,

Ciao, KiWi Verlag 20 €

 

Dieser clever geschriebene Roman zeigt die Gesellschaft  der Gegenwart und ihre Spielregeln auf unterhaltsame, komische und trotzdem ernsthafte Weise .

 

Der Journalist Hans, einst ein gefragter Zeitungsmann, bekommt von seiner Frau den Tipp, doch einmal  über die junge und in allen Medien gefragte Feministin Xandi  ein Porträt zu schreiben. Ohne groß Informationen einzuholen, macht er mit ihr einen Interview-Termin aus. Schließlich hat er bereits viele Promis und Lokalgrößen getroffen und mit jungen Frauen kommt er immer bestens aus!

 

 

Aber das Treffen mit ihr führt ihm seine heutige Bedeutungslosigkeit vor Augen und wie weit er vom Zeitgeist und dem wirklichen Leben entfernt ist.

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Juli 2021


Andrea di Stefano, Buona Notte   

Ein Lago-Maggiore -Krimi,

Fischer-Scherz TB 14,99€

 

 

Der Ex-Polizist und Zeugenschützer Lukas Albano Geier hat sich in Italien ein neues Leben geschaffen.

 

Er wohnt in einem alten Turm, den er nach und nach saniert, am Lago Maggiore, macht nun Musik in seinem kleinen Studio und ist sogar erfolgreich damit. Bis eines Morgens sein Gitarrist und Kumpel aus alten Zeiten tot im Studio liegt.

 

Weil die Polizei und seine ehemalige Flamme Cristina Conte sich nicht gleich um den Fall kümmern, stellt er selbst Nachforschungen an und merkt schnell, dass die Lösung des Falles in seiner Vergangenheit liegt.

 

Endlich mal ein Sommerkrimi, der spannend auch Land und Leute schildert!

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Juni 2021


Juli Zeh, Über Menschen

 

Luchterhand Verlag, 22€

 

Dora und Robert leben schon seit Jahren zusammen in Berlin, sie als Werbetexterin in einer Agentur, er bei einer Tageszeitung als politischer Journalist. Alles läuft gut, bis Corona kommt und Robert mit ihr nur noch über Umweltthemen sprechen will und als „Missionar“ auftritt, der sie „bekehren“ will. Dora, die seine Meinung nicht in allem teilt, rafft ihre Ersparnisse zusammen und kauft ein kleines Häuschen in Brandenburg, arbeiten im Home Office kann sie hier genauso gut und man lässt sie in Ruhe. Sie lernt die Menschen hier kennen, anscheinend wählen alle AfD und ihr direkter Nachbar ist der „Dorfnazi“.

Bei genauerem Kennenlernen ist er aber gar nicht so schlimm und es kommt so etwas wie Sympathie auf. Ihr großstädtisches Weltbild wankt und sie stellt fest, dass hier alle Menschen sehr verschieden sind, aber tolerant miteinander leben können und sich auch mal gegenseitig helfen. Dieser neue Roman, ist flüssig, mit viel trockenem Humor auch zu unserer aktuellen Corona-Situation geschrieben und regt unsere Gedanken an!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Mai 2021


Thommie Bayer

 

Das Glück der Mutter

Piper Verlag 22 €

 

Der Schriftsteller Phillip Dorn fährt einige Jahre nach dem Tod seiner Mutter in die Toskana, um sich alle Plätze noch einmal anzuschauen, wo sie früher zusammen gewesen sind. Dabei fallen ihm viele Geschichten ein, die ihm seine Mutter, ohne das er richtig hingehört hat, so erzählt hat.

 

Er mietet sich für einige Wochen ein romantisches Anwesen mit Pool, erkundet die Gegend und genießt die kulturellen und kulinarischen Angebote Italiens. Unverhofft macht er auch Bekanntschaft mit seiner Vermieterin, die gleich nebenan in der Villa wohnt und  nachts in seinem Pool schwimmen geht. Bei Wein und nächtlichen Imbissen führen sie intensive Gespräche über ihr Leben.

 

Zurück in Deutschland, muss Phillip erkennen, dass er einige Dinge im Leben seiner Mutter nie erfahren hat. Der Autor versteht es, humorvoll und mitreißend zu erzählen und endet mit einer Überraschung!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp April 2021


Joel Dicker

Das Geheimnis von Zimmer 622

Piper Verlag, 25 €

 

 

Dieser 4. Roman des Autors von „Die Wahrheit über den Fall Henry Quebert“, mag Sie ärgern oder faszinieren, spannend und ungewöhnlich ist dieser „Roman im Roman im Roman“ auf jeden Fall! Dem Erzähler fällt  im vornehmen „Hotel Palace“ in Verbier in den Schweizer Alpen fest, dass es ein Zimmer 622 nicht gibt. 

 

Bei Nachfragen beim Personal und beim Direktor stößt er auf einen ungelösten Mordfall, der sich vor 15 Jahren hier abgespielt hat. Aber wer war das Todesopfer? Offensichtlich sind die Besitzer einer noblen Privatbank in dieses Gewirr von Macht, Geld, Liebe und Mord verwickelt. Oder ist am Ende alles ganz anders?

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp März 2021


Benjamin Myers

Offene See

 

Dumont Verlag, 20 €

 

 

Im Jahr 1946 ist der Krieg zu Ende, Robert ist 16 Jahre alt und hat endlich die Schule beendet. Seine Familie erwartet, dass er seinem Vater ins Bergwerk folgt, aber Robert will in die Weite, etwas entdecken. So zieht er, nur mit einem Rucksack, hinaus in die Natur, lebt von Gelegenheitsarbeiten auf Bauernhöfen und streift durch das Heideland und die Wälder Nordenglands, sieht Moore und Berge, Pflanzen und Tierarten, die ihn begeistern. Bis er auf ein kleines Cottage trifft, das von einer unkonventionellen Künstlerin bewohnt wird.

 

Sie bewirtet ihn großzügig und bietet ihm an, gegen kleine Reparaturarbeiten eine Weile hier zu wohnen. Durch sie lernt er auch, das Leben zu genießen, lernt  Poesie und Genuss kennen, all dies in einer auch für den Leser faszinierenden Sprache! 

  

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Februar 2021


John Boyne

 

Die Geschichte eines Lügners

Piper Verlag, 24 €

 

Der junge und gutaussehende Maurice Swift jobbt in Berlin in einem Lokal als Kellner. Eigentlich möchte er ein berühmter  Schrift-steller werden, aber dazu fehlen ihm die Geschichten. Per Zufall kommt er mit einem Gast in Kontakt, der gerade mit einem großen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.  Vom Literaturtrubel gelangweilt, gefällt ihm der Charme und das Interesse von Maurice an allem, was er sagt. Er bietet ihm an, ihn auf seine Lesereise durch Europa zu begleiten. Gut bezahlt natürlich! Unterwegs kommen sie sich näher und der Autor erzählt Maurice seine Lebensgeschichte und verrät ihm ein Geheimnis.

 

Nun hat Maurice endlich einen tollen Romanstoff, schreibt das Buch und wird als Autor gefeiert. Dass mit dieser Veröffentlichung eines brisanten Geheimnisses eine Karriere beendet wird, ist ihm egal. Er sucht schon weiter nach dem  nächsten Stoff…

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Januar 2021


Volker Kutscher

 

Olympia

Piper Verlag, 22€

 

Dies ist der achte Band der  Krimireihe um Gereon Rath, die unter dem Titel „Babylon Berlin“ auch als Fernsehserie sehr erfolgreich war.

 

Der aktuelle Band spielt in Berlin im Jahr 1936, die Stadt ist geprägt von den olympischen Ringen und den Hakenkreuzflaggen. Die Welt ist zu Gast in Deutschland, sogar Sportler aus den USA sind anwesend.

 

Gereon Rath bekommt den Auftrag, einen Todesfall eines Amerikaners schnellstmöglich und ohne Aufsehen aufzuklären, damit  die Harmonie der Spiele nicht gestört wird. Dabei geraten er und seine Frau Charly selbst in die Machenschaften der SS. Neben dem Krimi erfährt man hier auch ein Stück Zeitgeschichte!

  

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Dezember 2020


Judith Merchant, Die Lügen jener Nacht 

Knaur Tb 10,99 €

 

Mimi hat zehn Jahre mit ihrem Freund in Schottland gelebt, als sie von ihren Freundinnen aus der Bonner Studentenzeit zu einer Hochzeit eingeladen wird. Eigentlich will sie gar nicht dahin, sie hat damals bewusst alle Kontakte zu früher vernachlässigt, aber die Umstände ergeben es dann doch so. Sie wird herzlich aufgenommen und fühlt sich bald wieder beliebt wie früher.

Doch nach einer wilden Junggesellinnenparty nachts im Römerbad, passiert etwas Furchtbares. Am nächsten Morgen soll die Hochzeit sein, aber der Bräutigam wird tot aufgefunden und die Braut ist verschwunden.

 

Mimi hat einen Blackout nach dieser Nacht und fragt sich, ob ihre Freundinnen nicht ihre Feindinnen sind und man sie nur eingeladen hat, um ihr den Mord anzuhängen?

Endlich mal ein Thriller einer deutschen Autorin, mit vielen spannenden und unerwarteten Wendungen!

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp November 2020


Ellen Berg 

Willst du Blumen? Kauf dir welche!

Aufbau TB 12,99 €

 

Lena glaubt an Romantik – und an Bücher! Sie kennt sämtliche Dialoge aus Liebesromanen auswendig und wendet sie auf witzige Art und Weise an! Damit ihr kleiner Buchladen überlebt, lädt sie den Dating-Experten Benjamin mit seinem Bestseller „Die ultimative Liebesformel“   zu einer Lesung ein.

Natürlich gelingt es dem attraktiven Autor mit seinem Charme, alle Zuhörerinnen zu betören. Sogar die skeptische Lena, die bisher nur Pech mit Männern hatte, verführt er zu einem Selbstversuch, der  aber ganz anders endet, als beide erwarten! Mal was Lustiges!

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Oktober 2020


Natasha Lester

Die Bilder der Frauen

Aufbau TB | 12,99 €

 

 

Mit diesem spannenden neuen Roman der Autorin von „Kleider der Frauen“,  können Sie sich wunderbar in den Herbst hinein schmökern!

 

Er spielt auf zwei Ebenen: Er beginnt in Paris im Jahr 1942, historisches Vorbild ist die bekannte Fotojournalistin Lee Miller, die im 2. Weltkrieg für die amerikanische Vogue Reportagen an der Front machte. Im Heute soll eine junge Kunsthändlerin die Fotos einer unbekannten Fotografin in Frankreich für eine Ausstellung in Australien sortieren.

Viele Ereignisse sind authentisch belegt, man findet  bekannte Namen der Zeitgeschichte und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp September 2020


Rolf Lappert 

Das Leben ist ein unregelmäßiges Verb

Hanser Verlag, 32 €

 

 

Im Jahr 1980 entdecken die Behörden in einer Aussteiger-Kommune auf dem Land vier Kinder, die versteckt vor der Welt, dort aufgewachsen sind.

Ähnlich wie in den amerikanischen Amish-Familien, wussten sie nur, was ihnen die „Alten“ erzählten und hatten kein Bild von der Wirklichkeit draußen. Nun werden sie getrennt, leben in Pflegefamilien und Internaten und fühlen sich hier  total verloren.

 

In dem, fast 1000 Seiten starken Roman, erzählt jedes Kind seine Geschichte und der Leser erlebt  dessen Gefühlswelt in unglaublichen Geschehnissen und phantasievoll erzählten Szenen hautnah mit!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp August 2020


Victoria Mas, Die Tanzenden

Piper Verlag, 20 €

   

Die französische Autorin erzielte mit diesem gut recherchierten Roman über die Zustände in der „Salpêtrière“ im Jahr 1880 einen großen Erfolg!

 

In diese Frauen-Psychiatrie in Paris  wurden  teilweise  Frauen entsorgt, die nicht in das gesellschaftliche Schema ihrer Familien passten. Einmal hier gelandet, kam keine je heraus. Am Schicksal von drei Frauen erfahr­­en wir, wie im 19. Jahrhundert mit Patientinnen in der Psychiatrie umgegangen wurde.

 

Einmal im Jahr wurde der „Ball der Verrückten“  veranstaltet, ein gesellschaftliches Ereignis für „tout Paris“. Hier durften auch die Frauen als Tänzerinnen auftreten und sich kostümiert und wild geschminkt dem neugierigen, skandalheischenden Publikum zeigten.

 

Ein mitreißender und spannend erzählter Roman!

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF


Buchtipp Juli 2020


 

Ein Wort, um dich zu retten 

Pendo Verlag, 16,99 € 

 

Musso, Frankreichs meistgelesener Autor von Romanen, die eine Mischung von Thriller und Liebesroman bieten,  hat diesmal sein vielleicht packenstes Buch geschrieben!

 

Der gefeierte Autor Nathan hörte vor 20 Jahre plötzlich auf zu schreiben und zog sich zurück auf eine kleine Insel, die vor Frankreich liegt. 

 

Eine Journalistin findet heraus, wo er lebt und ist entschlossen, den Grund seines Verschwindens und die Wahrheit über seine Vergangenheit herauszufinden. Sie trifft ihn und kurz danach erschüttert ein brutaler Mordfall die Insel. Nach spannenden Wendungen gibt es ein wirklich überraschendes Ende! Mit diesem Strandbuch kommen Sie nie ins Wasser! 

 

 

Empfohlen von Birgitt Schweren-Wolters, Vorstand FuF